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Die Imker hoffen auf ein besseres Jahr als 2012

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Traunstein. Im Gasthaus Chiemgaustube fand die Kreisversammlung der Bienenzüchter statt. Fachwart Sebastian Grill informierte dabei eingehend über die Honigerzeugung sowie die Qualitätsanforderungen und die Vermarktung.


Kreisvorstand Peter Bichler ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Nach einem Frühjahr mit immer wiederkehrenden Kälteeinbrüchen hatten die Bienenvölker zu kämpfen, »auf die Füße zu kommen«. Der wenige Blütenhonig wurde größtenteils von den Völkern selbst verbraucht, sodass die Blütenhonigernte gering ausfiel. Völlig ausgefallen ist dann die Waldhonigernte, sodass insgesamt ein sehr mageres Honigjahr zu verzeichnen gewesen sei.

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Fast 300 Königinnen wurden angeliefert

Allerdings konnten die Imker durch ihre Bemühungen in der Königinnenzucht ihre Völkerzahlen wieder ausbauen. Die Belegstelle Thorau verzeichnete einen Rekordansturm: Es wurden fast 300 Königinnen von den heimischen Züchtern angeliefert. Das Begattungsergebnis von über 83 Prozent könne sich sehen lassen. Bichler appellierte an die zahlreich erschienenen Imker, auch heuer die Belegstelle Thorau so gut zu beschicken. Als Besonderheit wurden heuer Vatervölker aus dem Zuchtprogramm Varroatoleranz ausgewählt. So könne auch der heimische Imker von diesem Zuchtfortschritt profitieren. Positiv ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen bei den Bienenzüchtern. Projekte wie »Imkern auf Probe« und das gestiegene Interesse an der Bienenhaltung allgemein sorgten für einen deutlichen Anstieg.

Nachuntersuchungen wegen der Faulbrut

Kassier Hans Lindner berichtete über geordnete Finanzen. Die Gesundheitswarte Hans Koch und Luise Mitterreiter informierten über das Auftreten der Faulbrut im letzten Herbst (wir berichteten). Wenn sich bei den bevorstehenden Nachuntersuchungen im Frühjahr nichts mehr feststellen lässt, werde der Sperrbezirk wieder aufgehoben. Beide erinnerten an die Meldepflicht der Bienenvölker-Standorte sowie an die Führung der Bestandsbücher. Als neuer Gesundheitswart wurde Wolfgang Lewald aus Siegsdorf vorgestellt. Als weitere Neuheit wurde über die Vereinfachung der Mittelausgabe diskutiert, die in Zukunft über die Vorstände abgewickelt wird.

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