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Die Hörpoldinger machen den Göd

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Das obligatorische Scheitlknien blieb auch den Unterneukirchnern beim Patenbitten in Hörpolding nicht erspart.

Traunreut. Der Burschenverein Unterneukirchen konnte die Burschen aus Hörpolding für sein 100-jähriges Bestehen, verbunden mit dem 50. Gaufest, als Paten gewinnen. Nach langen Verhandlungen und dem obligatorischen Scheitlknien willigten die Hörpoldinger ein. Das Fest in Unterneukirchen findet vom 29. Juli bis 3. August statt.


Am Ende nahm der Hörpoldinger Vorstand Max Daxenberger das Angebot von 270 Liter Bier an und besiegelte mit Josef Jetzlsperger, Vorsitzendem der Unterneukirchner, per Handschlag die Patenschaft. Zuvor mussten aber einige Mitglieder der Unterneukirchner Bekanntschaft mit den spitzen Holzscheiten machen, die die Hörpoldinger extra zu diesem Zweck bereitgestellt hatten. Auch Bürgermeister Georg Heindl und Pfarrer Heribert Schauer waren unter den 135 Unterneukirchner Gästen und wurden zum Knien auf die Bühne gebeten. Der geschickte Hörpoldinger Verhandlungsführer Hans Stitzl lockte ihnen während des schmerzhaften Kniens immer wieder höhere Angebote heraus. So wurden die anfänglich gebotenen zehn Liter in langsamen Schritten aufgestockt. Pfarrer Schauer bot sogar an, seine Predigt am Festsonntag zu kürzen, was Stitzl aber ablehnte und stattdessen lieber drei Flaschen Messwein aushandelte.

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Zwischen den Verhandlungen gab es noch zusätzlich einige spaßige Einlagen und kleinere Wettbewerbe, denen sich die Gäste stellen mussten. So mussten sich ausgewählte Unterneukirchner in Spielen wie »Baumstumpf nageln« oder Scheiben eines Baumstammes absägen gegen die Hörpoldinger Burschen messen. Aber auch die beiden Vorstände Max Daxenberger und Stefan Fackler, unterstützt von Patenbraut Sophia Müller, stellten sich einem Quiz der Unterneukirchner mit Fragen rund um ihr Dorf. In den Pausen wussten die eigens mitgebrachten Musiker aus Unterneukirchen zu unterhalten. phm