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Die Hausberge unter der Lupe

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Ein Alpenpuzzle frischt das Wissen um unsere Hausberge auf. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Im Naturpavillon in Übersee ist die Saisonausstellung »Freizeitpark Chiemgauer Alpen« eröffnet worden. Besuchern werden dort bis 15. Oktober unsere Hausberge nähergebracht. »Anlass der Ausstellung war es, den Lebensraum, der unser Dasein entscheidend prägt, einmal in allen Facetten unter die Lupe zu nehmen«, sagte Naturpavillon-Leiterin Martina Mitterer.


Die Ausstellung informiert nicht nur über die Entstehungsgeschichte der Alpen, sondern zeigt auch die Wichtigkeit der Berge für unsere Existenz und die Folgen einer zu intensiven Freizeitnutzung. Auf großen Schautafeln, die unter anderem das Ökomodell Achental gesponsert hat, gibt es interessante Informationen zum Thema »Entstehung der Chiemgauer Alpen«, die mit Gesteinsproben, Fossilien und Korallen ergänzt werden.

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Weitere wissenswerte Informationen sind in Filmen und in einer »Alpenrallye« verpackt. In sieben Stationen werden dort nicht nur die örtlichen Gegebenheiten abgefragt, es müssen auch Tierstimmen erkannt, ein Alpenpuzzle gelöst und in einer Steine-Werkstatt Experimente und Zuordnungsspiele gemacht werden.

Die Ausstellung macht deutlich, dass sich der Einfluss des Menschen bis vor rund 40 Jahren im Wesentlichen auf die Almwirtschaft beschränkt hat und dadurch eine einzigartige Kulturlandschaft mit einer außergewöhnlichen Fauna und Flora entstanden ist. In den vergangenen Jahrzehnten jedoch führte die Intensivierung des Tourismus im Alpenraum zu massiven Eingriffen. Aus kleinen Wanderpfaden wurden Forststraßen, ganze Bergregionen wurden in Skigebiete umgebaut.

Mehr als vier Millionen Gäste machen inzwischen jährlich Urlaub im Chiemgau, um zu radeln, zu wandern und die Landschaft zu genießen. Dazu kommen über zehn Millionen Tagesgäste. Sie alle sind fasziniert von der Vielfalt der Lebensräume und den damit verbundenen Freizeitmöglichkeiten. Das bringt aber auch unkalkulierbare Gefahren für das alpine Ökosystem.

Die Ausstellung, die auch die Regierung von Oberbayern im Rahmen des Projekts »Alpen in Not« unterstützt, will bewusst machen, dass eine intakte Natur in den Bergen für uns Menschen die Grundlage unserer Existenz ist. Sie liefert uns fruchtbare Böden, Nahrung und Brennstoffe. Gebirgsbäche bringen sauberes Wasser ins Voralpenland, Wälder schützen vor Lawinen und Überschwemmungen und speichern große Mengen Sauerstoff.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober von Dienstag bis Samstag von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen bleibt der Naturpavillon geschlossen. Gruppen und Schulklassen können auch vormittags mit Martina Mitterer, Telefon 08042/1551, einen Termin zum Ausstellungsbesuch ausmachen. bvd