weather-image

Die Haare bleiben dran – Wette in Grassau gewonnen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Auf Kommando Schräglage, vor und zurück: Dehnübungen im Sitzen absolvierten die Teilnehmer des Grassauer Faschingstreibens im Hefteranwesen. (Foto: Eder)

Grassau. Heftersaal und das Gewölbe drohten beim Grassauer Faschingstreiben aus allen Nähten zu platzen, so viele Besucher kamen. Dennoch gelang es den Grassauern nicht, die Saalwette zu gewinnen. Der Fünferrat hatte gewettet, dass es die Grassauer nicht schaffen, mit 15 Gruppen und jeweils mindestens 15 Personen zum Faschingsball zu erscheinen. Lediglich sechs Gruppen erfüllten die Kriterien. Damit hatte der Fünferrat seine Wette gewonnen. Glücklich zeigte sich da der Rat, denn der Wetteinsatz der fünf Faschingsorganisatoren hatte es in sich. Bei verlorener Wette hätte der Fünferrat im Frühjahr »haarlos« auftreten müssen.


Die Zeiten, in denen auf Grassauer Faschingsbällen um Besucher gerungen wurde, sind vorbei. Bereits kurz nach der Öffnung der Kassen füllte sich der Saal und weit über 200 Gäste strömten maskiert auf die Tanzfläche. Zwei Stunden später hatte sich die Zahl der Gäste bereits verdoppelt und der Strom an Faschingsbegeisterten riss bis in die späten Abendstunden nicht ab. Während im Saal Live Musik der Show-Band »SÖÖR« aus Ruhpolding für Stimmung sorgte, konnte sich die jüngere Generation bei DJ-Musik und an der Bar im Heftergewölbe amüsieren.

Anzeige

Eingangs hatte der Fünferrat und hier vor allem die Damen Susi Speckbacher und Caroline Zeisberger schon etwas bedenken, sie könnten ihre Wette verlieren, da der riesige Ansturm selbst sie überrascht hatte und viele Gruppen kamen. Am stärksten, mit weit über 20 Mitgliedern, trat dabei der Musikverein auf. Als Preis überreichte der Fünferrat, der überglücklich war, im Frühjahr nicht »haarlos« herumlaufen zu müssen, pro Person einen Liter Bier.

Natürlich kam zum Grassauer Fasching auch hohe Prominenz, so konnte »Cindy aus Marzahn« gleich zweimal gesichtet werden. Selbst ein König war unter den Gästen und der Froschkönig trat als Drilling auf.

Höhepunkte waren die Auftritte der Faschingsgarden aus Grabenstätt und Chieming. »Very british« zeigte sich die Grabenstätter Garde von ihrer englischen Seite, ließ die Queen hochleben und zeigte akrobatische Einlagen. Die Chieminger Faschingsgarde griff derweil zu »Stars and Stripes« und feierte Amerika mit tollen Tanzeinlagen. Das Publikum war begeistert und forderte eine Zugabe.

Noch bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen gefeiert. Die Organisatoren, der Fünferrat wie auch der Verein »Aktives Grassau« waren voll zufrieden. Schon heute freuen sich alle, wenn im kommenden Jahr wieder zum großen Faschingszug nach Grassau eingeladen wird. Noch sind die närrischen Tage im Grassauer Heftersaal nicht vorbei. Es folgen noch der Kinderfasching am Samstag von 14 bis 17 Uhr und der Jugendfasching gleich im Anschluss von 18 bis 21 Uhr. Am Rosenmontag ist der Weiberfasching unter dem Motto »närrische Olympiade«. tb