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Die Grund- und Mittelschule ist keine »Restschule«

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Grassau. Die hohe Qualität der Grassauer Grund- und Mittelschule hob Schulleiter Johannes Zeitel in der Sitzung des Schulverbandes Grassau hervor. »Wir haben ein äußerst gutes Schulklima, ein sehr engagiertes Kollegium und sind gut mit Lehrerstunden ausgestattet«, betonte er.


»Wir sind keine Restschule und sehen uns als pädagogische Alternative vor Ort, eine Schule mit Inklusion, mit Klassenleiterprinzip und starker Berufsorientierung«, erklärte Zeitel. Er hob das Projekt »Schüler für Schüler«, wie auch das Lernpatenprojekt mit über 30 Lernpaten hervor. Außerdem informierte er über die Jugendsozialarbeit und die Ganztagesschule. Die Entwicklung der Schülerzahlen stimme zuversichtlich, sodass auch in den nächsten Jahren viele Jahrgangsstufen zweizügig geführt werden können.

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Handlungsbedarf sehe er in der energetischen Gebäudesanierung. Wie Bürgermeister Rudi Jantke erklärte, würde eine Außenhaut- und Dachdämmung der Schulgebäude rund 1,7 Millionen Euro kosten. Dieses Vorhaben sei nur aufgeschoben. Man könne es wegen der schwierigen Haushaltslage der Gemeinde derzeit nicht bewältigen. Für die Ganztagsschule werde in den Sommerferien ein weiterer Aufenthalts- und Speiseraum angebaut. Auch einige Toiletten müssen noch saniert werden. Wie Zeitel anfügte, fehle es auch an einem Besprechungszimmer. Das Lehrerzimmer sei ebenfalls renovierungsbedürftig.

Nach einem Rundgang durch die Schule ging es um den Haushaltsplan. Der Verwaltungshaushalt umfasst 842 000 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die neue Feueralarmierung (30 000 Euro) und ein neues Schließsystem auf Chipkartenbasis für die Haupteingangstüren. Für die Sanierung von Toilettenanlagen werden 37 000 Euro bereitgestellt und für den Austausch von Böden und den Werkraum sind jeweils 10 000 Euro vorgesehen. Insgesamt beläuft sich die Investitionssumme auf 95 000 Euro, die sich in erhöhten Zahlungen der Mitgliedsgemeinden niederschlage, erklärte Verbandsvorsitzender Rudi Jantke. In den Verwaltungshaushalt fallen auch Kosten für Schülerbeförderung, Gebäudeunterhalt, Lernprogramme, den Grundschulchor und der Anteil an den Kosten der Jugendsozialarbeit. Die gesamten Kosten werden von den Schulverbandsgemeinden je nach Anzahl der Schüler aus den Gemeinden über Umlagen finanziert.

Der Vermögenshaushalt umfasst 51 000 Euro, wobei in neue Beamer, PCs und Monitore sowie in Möbel, Schränke, Schließfächer und in die Neugestaltung des Eingangsbereiches investiert werde. Auch die Neuausstattung des Anbaus der Ganztagsschule ist hier mit 20 000 Euro enthalten. Einstimmig wurde der Haushaltsplan angenommen.

Jantke informierte über den Anbau an das Schulgebäude für die Ganztagsschule. Bauträger ist die Gemeinde Grassau; die Kosten betragen rund 155 000 Euro, wobei die Gemeinde eine Zuschusszusage von 70 Prozent erhalten habe, die aber frühestens 2014 ausbezahlt werde. tb