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Die Grabenstätter Feuerwehr bekommt ein neues Fahrzeug

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Grabenstätt – In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde über eine Ersatzbeschaffung für das Löschfahrzeug LF8 der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstätt durch ein Löschfahrzeug LF20 beraten. Im Finanzplan 2017 sind dafür in den Einnahmen bereits 100 000 Euro und in den Ausgaben 450 000 Euro vorgesehen.


Nun fassten die Gemeinderäte mit 14 zu 2 Stimmen den Grundsatzbeschluss, die veranschlagten Kosten in Höhe von voraussichtlich 450 000 Euro in den Haushalt 2017 einzustellen. Zuvor hatte zweiter Bürgermeister Robert Muggenhammer (Bürgergruppe) einige Bedenken vorgebracht. »Ich sehe zwar auch einen gewissen Bedarf, anderseits haben wir innerhalb von zwei Jahren 900 000 Euro oder noch mehr für Feuerwehrfahrzeuge ausgegeben. Diese Konzentration ist mir zu viel«, mahnte Muggenhamer mit Blick auf das im Vorjahr angeschaffte Mehrzweckfahrzeug der Grabenstätter Floriansjünger und das am kommenden Samstag einzuweihende, moderne Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt an. Es gebe auch noch viele andere wichtige Aufgaben, die es zu meistern gelte, betonte der zweite Bürgermeister und erinnerte daran, dass die Gemeinde erstmals seit vielen Jahren wieder Schulden aufnehmen müsse.

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Bürgermeister Georg Schützinger räumte ein, dass man zuletzt »richtig viel für die gemeindlichen Feuerwehren investiert« habe, gab aber auch zu bedenken, dass die Anschaffung des neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr Erlstätt »schon eher vorgesehen« gewesen sei. Das für die Feuerwehr Grabenstätt angedachte Löschfahrzeug LF20 sei eine sinnvolle Investition und werde auch von Kreisbrandrat Hans Gnadl befürwortet. Auch die Einsatzzahlen und insbesondere die oft sehr anspruchsvollen Einsätze auf der Autobahn, bei denen die Technik einwandfrei funktionieren müsse, sprächen für diese Ersatzbeschaffung, so Schützinger.

Altes Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1989

Im Rahmen eines Ortstermins des Gemeinderats hatten Kommandant Sven Lein, Gerätewart Günther Seywald und Ex-Kommandant Jürgen Richter bereits Mitte April über den aktuellen Stand des Fuhrparks der Feuerwehr Grabenstätt informiert. Die veraltete Technik und nicht mehr zeitgemäße einsatztaktische Ausstattung des LF8 aus dem Jahr 1989 mache eine Ersatzbeschaffung unabdingbar, so die Feuerwehrler.

So fehlen dem Fahrzeug jegliche Fahrsicherheitseinrichtungen wie ABS, Airbag oder Sicherheitsgurte. Zudem treten immer häufiger altersbedingte Defekte oder Standschäden auf. Auch die Ersatzteilversorgung wird zunehmend problematischer. Darüber hinaus häuften sich zuletzt unter anderem Probleme mit der Bremsanlage. Problematisch ist zudem, dass das LF8 über keinen eingebauten Löschwassertank verfügt und der Aufbau so klein ist, dass das Fahrzeug vom Gewicht her bereits ausgelastet ist. Zu den Vorzügen des modernen LF20 zählen eine dreiteilige Schiebeleiter, eine Steckleiter und ein Sprungretter für die Rettung von Menschen aus größeren Höhen. Die Atemschutzgeräte befinden sich im Mannschaftsraum des Fahrzeugs und es kann für verschiedenste Einsatzarten verwendet werden.

Die Gemeinderäte waren sich einig, dass man mit Blick auf die erforderliche europaweite Ausschreibung in bewährter Weise mit der Firma IBG-Ingenieurbüro in Heilbronn zusammenarbeiten sollte. mmü