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Die Gesamtkosten der Anlage würden rund 311 000 Euro betragen

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Traunreut. Um die Frage, ob auf dem Dach der Lagerhalle des neuen Bauhofs eine Photovoltaikanlage angebracht werden soll, ging es unter anderem in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Eine Anlage mit einer Leistung von 160 kWp würde sich nach Angaben der Planer auf der südlich ausgerichteten, rund 1150 Quadratmeter großen, Dachfläche der unbeheizten Lagerhalle anbieten. Die Kosten werden auf 220 000 Euro geschätzt.


Für die Installation wären auch verstärkte Dachplatten, Befestigungspunkte und Elektronik notwendig, die Zusatzkosten von geschätzten 91 500 Euro verursachen würden. Die Gesamtkosten von rund 311 000 Euro würden zusätzlich zu den aktuell 10,45 Millionen Euro Baukosten fällig. Eine von Sepp Winkler (Bürgerliste) geforderte Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde nicht vorgelegt. Sie soll aber bis zur Stadtratssitzung am Donnerstag nächster Woche nachgereicht werden. Bis dahin soll sich auf Vorschlag von Bürgermeister Franz Parzinger die Fraktion überlegen, ob eine Photovoltaikanlage installiert werden soll oder nicht. »Wir sollten grundsätzlich überlegen, ob so viel Geld in die Hand genommen werden soll.«

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In der Sitzung wurden auch der aktuelle Planungsstand und die Kostenberechnungen für den Bauhof vorgelegt. Laut Christian Auerbach vom Planungsbüro kplan sei die Grundplanung weitgehend abgeschlossen. Noch vor Weihnachten könnten bis zu 80 Prozent der Gewerke ausgeschrieben werden. Mit Ausnahme des Verwaltungsgebäudes in Ziegelbauweise werden alle Werksgebäude in Betonfertigbauweise erstellt.

Der Boden unter dem Grundstück sei noch schlechter als angenommen und deshalb mit Mehrkosten von etwa 80 000 Euro zu rechnen. Damit überhaupt eine Bebauung möglich ist, muss zunächst der Waldboden abgetragen und wieder aufgebaut werden. Das Baufeld soll laut Ingenieur Martin Grandl noch vor dem Winter freigeräumt werden, um im Frühjahr mit dem Herrichten des Grundstücks beginnen zu können. Aktuell liegt man bei der Baukostenberechnung bei 10,45 Millionen Euro. »Es könnte aber sein, dass wir unter die 10,4 Millionen Euro rutschen«, so Auerbach.

Die Kosten soll ein Gremium aus Mitgliedern aller Stadtratsfraktionen kontrollieren. Mit diesem »Bauhof-Arbeitskreis« soll auch mehr Transparenz geschaffen werden. Wie berichtet, haben die Kosten für den neuen Bauhof, der von der Innenstadt ins Gewerbegebiet »Äugelwald« verlagert werden soll, hohe Wellen geschlagen, zumal die Stadtverwaltung bei der Ermittlung des Raumprogramms einen »Platzhalter« von rund 6,1 Millionen Euro Baukosten genannt hatte.

Damals war man von der Fläche des bestehenden Bauhofs ausgegangen. Inzwischen wurde die Fläche aber um ein Vielfaches erweitert. Hinzu kam, dass das Grundstück auf einer gerodeten Waldfläche hergerichtet werden muss. Ein weiteres Manko ist ein Hochspannungsmast, der das über 15 000 Quadratmeter große Baugrundstück tangiert. Eine Verlegung der Stromleitung in den Boden hätte 980 000 Euro gekostet. Links und rechts der Stromleitung muss ein Sicherheitsabstand von jeweils 20 Metern eingehalten werden, in diesem Bereich darf also nicht gebaut werden. Diese Flächen dürfen nur als offene Lagerflächen genutzt werden. Nach Vorlage von drei Varianten, hat sich der Stadtrat für die sogenannte Variante I entschieden, bestehend aus fünf Einzelgebäuden – Verwaltungsbau, Magazin- und Werkshalle, KFZ-Werkstatt, beheizte Fahrzeughalle und unbeheizte Lagerhalle. Die Planskizze weist eine Zufahrt und eine Ausfahrt auf. Die 40 Parkplätze für die Mitarbeiter und Besucher befinden sich außerhalb des abgesperrten Bauhofgeländes. ga