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Die Gemeinde Reit im Winkl bleibt Luftkurort

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Reit im Winkl hat in einem Gutachten des Deutschen Wetterdienstes die »lufthygienischen und bioklimatischen Anforderungen« erfüllt und darf sich auch die nächsten zehn Jahre »Luftkurort« nennen.

Reit im Winkl. Für weitere zehn Jahre gilt Reit im Winkl offiziell als Luftkurort, das gab Bürgermeister Josef Heigenhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt.


Von der Regierung von Oberbayern war der Ferienort aufgefordert worden, die Voraussetzungen für die weitere Führung dieses Prädikats in einem Gutachten neuerlich zu überprüfen. Ein solches hatte die Gemeinde im Sommer in Auftrag gegeben und knapp 2300 Euro für das Gutachten bezahlt. Der Deutsche Wetterdienst, Abteilung Klima- und Umweltberatung, führte binnen vier Monaten mehrere Untersuchungen durch.

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Seit 1956 schon gilt Reit im Winkl als »Luftkurort« – ein Prädikat, das bei der Werbung für den Ort von hoher Bedeutung ist. Untersucht wurden jetzt vielfältige, klimatische und lufthygienische, Voraussetzungen, wie etwa die Windverhältnisse bzw. die »thermischen Bedingungen«. Dazu gehören auch »Tage mit Wärmebelastung«, heiße Tage also, die der Erholung der Gäste abträglich sind. 20 solcher Tage dürften dies laut den Kriterien des Urhebers dieses Prädikates, des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Heilbäderverbandes sein. 19,1 solcher Tage wurden vom Deutschen Wetterdienst ermittelt, wobei dafür der Zeitraum von 1971 bis 2000 ausgewertet wurde.

Ergebnis des 27-seitigen Gutachtens: Die lufthygienischen und bioklimatischen Anforderungen an das Prädikat »Luftkurort« werden ohne Einschränkungen erfüllt. Von den Gemeinderäten wurde in diesem Zusammenhang betont, dass das örtliche Biomasseheizkraftwerk einen wesentlichen Beitrag für die gute Luftqualität beisteuere, ersetzt es doch eine hohe Anzahl an Ölheizungen in Betrieben und Privathäusern. Eine neuerliche Untersuchung wird in zehn Jahren wieder notwendig. ost