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Die Firma Brückner möchte sich vergrößern

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Die Firma Brückner in Siegsdorf will den Standort ausbauen mit zwei neuen Parkhäusern, einem Technologiezentrum und einem neuen Bürogebäude. Die Parkplätze neben der Autobahn sollen bestehen bleiben. (Foto: Wegscheider)

Siegsdorf – Die Firma Brückner Group GmbH in Siegsdorf geht davon aus, in naher Zukunft noch mehr Aufträge zu erhalten. Aus diesem Grund rechnet das Unternehmen in der Folge auch mit Zuwächsen beim Personal. Mehr Personal bedeutet aber auch mehr Bürofläche und mehr Parkplätze. Hierfür wurden Möglichkeiten im Siegsdorfer Gemeinderat besprochen.


Zur kurzfristigen Deckung des Büromangels wurde zwischenzeitlich bereits ein weiterer Bürocontainer beantragt, um Arbeitsplätze zu sichern. Für die nächsten drei Jahre sind dann mehrere Maßnahmen vorgesehen, die eine komplette Überplanung des Betriebsgebäudes unvermeidbar machen. Um das Stellplatzproblem für die Mitarbeiter zu lösen, sollen entlang der Breslauer Straße im westlichen Teil des Grundstücks zwei Parkhäuser mit insgesamt rund 600 Stellplätzen entstehen. Die Größe eines Parkhauses soll die Ausmaße von 32 auf 60 Meter haben, die unterste Etage wird als Kellergarage geplant.

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Neues Bürogebäude soll ins Zentrum des Geländes

Der Standort für den Neubau des Bürogebäudes »Büro Mitte« ist für das Zentrum des Betriebsgeländes vorgesehen. Zum Teil kann hier das neue Gebäude in die nordwestliche Gebäudeecke der Betriebshalle integriert werden. Dieses vierstöckige Gebäude soll voll unterkellert werden mit einer Größe von 30 auf 30 Meter.

Westlich des Technologiezentrums ist ein dreistückiges Verwaltungsgebäude im Ausmaß von 30 auf 35 Meter geplant, das ebenfalls voll unterkellert wird. In einem weiteren Schritt ist vorgesehen, das Technologiezentrum nach Osten hin zu erweitern. Die hierfür notwendigen Schritte wurden vom Planungsbüro Fritsche aus Teisendorf erarbeitet.

Mit Kreisbaumeister Rupert Seeholzer wurde das Konzept der Neu- und Umbauten im Vorfeld abgestimmt. Der sieht im Bereich des Gewerbegebietes eine gute Verdichtungsmöglichkeit, machte aber deutlich, dass die Höhenentwicklung der neuen Gebäude für das Ortsbild wichtig ist. Eine Anpassung der Festsetzungen des geltenden Bebauungsplans »Gewerbegebiet zwischen der Autobahn und der Königsberger Straße« muss dann zwingend erfolgen.

Die notwendige Bauleitplanung für die Firma Brückner würde das Büro Anton Zeller aus Ruhpolding übernehmen. Mit der lärmschutztechnischen Begutachtung wird das Büro Steger&Partner aus München beauftragt und für den Grünordnungsplan ist das Büro Grandl in Traunstein verantwortlich. Der Gemeinderat stellte die Änderung des Bebauungsplans in Aussicht, wobei die Firma Brückner im Zusammenhang mit der Planung sämtliche Kosten zu tragen hat.

Wichtig für die Firma Brückner ist auch der Erhalt des Betriebskindergartens. Laut Bürgermeister Thomas Kamm soll auch die Holding am Standort Siegsdorf bleiben und ein eigenes Gebäude erhalten. Dies sei für die Gemeinde auch im Hinblick auf die Gewerbesteuer wichtig.

Parkplätze an der Autobahn sollen erhalten bleiben

Karin Neumann (Grüne) wollte wissen, ob nicht eine Art Betriebsbuslinie für die Mitarbeiter der Firma in Frage kommen würde und, ob so etwas schon im Vorfeld intern besprochen wurde. Martin Kittl von der Firma Brückner erklärte, dass ein Shuttlebus schon einmal ausprobiert worden war, aber die Umsetzung nicht sehr erfolgreich gewesen sei und der Bus auch nur sehr wenig von den Mitarbeitern angenommen wurde. Marlis Neuhierl-Huber (Grüne) erkundigte sich nach den Parkplätzen an der Autobahn, ob diese auch nach Errichtung der Parkhäuser bestehen bleiben. Thomas Kamm erklärte, dass diese danach als Puffer dienen für eventuelle Stoßzeiten. hw