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Die Feuerwehren im Landkreis rückten 3260 Mal aus

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716 Mal gab es im vergangenen Jahr Feueralarm für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein – unter anderem mussten sie diesen Autobrand löschen. (Foto: Volk)

Die 81 Feuerwehren im Landkreis Traunstein rückten im vergangenen Jahr 3260 Mal aus. Sie bewältigten dabei 2544 Einsätze. Das sind 334 Einsätze weniger als im Vorjahr (2878), was einem Rückgang von 11,6 Prozent entspricht. Das geht aus der Einsatzbilanz für 2012 hervor. Diese stellte Kreisbrandrat Hans Gnadl bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes vor, die zugleich Dienstversammlung der Kommandanten und Stellvertreter im Landkreis ist.


Ersthelfereinheiten waren 255 Mal im Einsatz

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Die Zahl der Alarmierungen (Vorjahr: 3600) ging um 9,5 Prozent zurück. Die 4550 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen im Landkreis leisteten bei den Einsätzen 67 469 Stunden ehrenamtlichen Dienst. 428 Mal gab es Feueralarm und die Floriansjünger rückten zur Brandbekämpfung aus. 982 Einsätze und 1212 Alarmierungen betrafen Technische Hilfeleistungen – zum Beispiel die Rettung eingeklemmter Personen bei Verkehrsunfällen oder die Beseitigung von Sturm- und Hochwasserschäden.

Die Ersthelfereinheiten (First-Responder) der Feuerwehren – vorrangig die Waginger Feuerwehr – rückten 255 Mal aus. Sie leisteten qualifizierte Hilfe bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt. Es gab 207 Sicherheitswachen. 253 Mal wurde Fehlalarm ausgelöst.

Bei Einsätzen zur Technischen Hilfeleistung wurden mehr als 70 Menschen gerettet. 12 Menschen konnten von den Floriansjüngern trotz schneller technischer Hilfe nur noch tot geborgen werden. Bei Bränden retteten die Feuerwehren 22 Menschen aus brennenden oder verrauchten Gebäuden; acht Personen wurden über Feuerwehr-Drehleitern in Sicherheit gebracht. Die sechs Großbrände wurden von 52 alarmierten Feuerwehren bewältigt. Die Technischen Hilfeleistungen sind mit 37 Prozent der Gesamtalarmierungen die Hauptaufgabe der Floriansjünger im Landkreis. Demgegenüber waren nur 22 Prozent der Feuerwehreinsätze des vorigen Jahres Löscheinsätze.

Gnadl lobte die Feuerwehren, die auch schwierigste Einsatzsituationen meistern und unter höchster Anspannung professionelle Arbeit leisten. Zudem betonte der Kreisfeuerwehrchef, dass der Dienst zum Schutz und zur Hilfe der Allgemeinheit freiwillig und unentgeltlich erbracht werde. Dieses ehrenamtliche Engagement der 4144 Feuerwehrmänner und 406 Feuerwehrfrauen hob der Kreisbrandrat besonders hervor. In mehr als zwei Drittel aller Feuerwehren im Landkreis wirken Frauen aktiv mit.

Einschließlich der Ausbildung, Übungen, Lehrgängen sowie Vor- und Nachbereitung von Einsätzen haben die Aktiven rund 450 000 Stunden ihrer Freizeit in den Dienst der Feuerwehren und das Wohl der Allgemeinheit gestellt. 746 Aktive unterzogen sich im vergangenen Jahr einer Leistungsprüfung. 357 Feuerwehrler absolvierten die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung mit Erfolg; die Prüfung der »Gruppe im Löscheinsatz« absolvierten 389 Teilnehmer. Der Kreisfeuerwehrverband veranstaltete 44 Fachlehrgänge, an denen 595 Aktive teilnahmen. 1624 Feuerwehrmänner und -frauen im Landkreis sind als Atemschutzträger ausgebildet. Davon nahmen im vorigen Jahr 1502 an den regelmäßigen Belastungstests teil. In der Brandsimulationsanlage im Feuerwehrgerätehaus Traunreut gab es 62 Lehrgänge mit 302 Atemschutzträgern.

789 Buben und Mädchen gehören den Jugendfeuerwehren im Landkreis an. Fast alle Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis betreiben aktiv Jugendarbeit und Nachwuchsförderung, berichtete Stephan Hellmuth, Fachkreisbrandmeister für die Jugendarbeit. 156 Jugendliche haben im vergangenen Jahr die Prüfung zur Jugendleistungsspange und damit die Grundausbildung für den Anwärter erfolgreich bestanden. Den Wissenstest absolvierten 453 Jugendfeuerwehrler mit Erfolg. Besonderes Ereignis war der Kreisjugendfeuerwehrtag in Erlstätt, an dem über 450 Jugendfeuerwehrler mitwirkten.

Obwohl der Personalstand insgesamt zufriedenstellend ist und die hervorragende Jugendarbeit Früchte trage, sei es mehr denn je notwendig jungen Nachwuchs sowie Wiedereinsteiger oder neue Helfer für die Mitarbeit in den Feuerwehren zu werben. Kreisbrandrat Gnadl und Kreisjugendwart Hellmuth forderten auf, die groß angelegte Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes aktiv mitzutragen.

»Auf die Feuerwehren im Landkreis ist Verlass«

»Auf die Feuerwehren im Landkreis ist Verlass, sie sind immer bereit, selbstlos für Andere da zu sein und zu helfen«, lobte Landrat Hermann Steinmaßl. Feuerwehren und Rettungsdienste hätten einen großen Anteil daran, dass sich die Bürger im Landkreis sicher fühlen. »Unsere Welt würde ohne das Ehrenamt nicht funktionieren«, betonte Steinmaßl. Für Franz Parzinger, Traunreuts Bürgermeister und Sprecher der Gemeinden, Märkte und Städte im Landkreis, leisten die Feuerwehren »eine wunderbare, wichtige und wertvolle Arbeit«. pv