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Die Feuerwehr Nußdorf hatte letztes Jahr viel zu tun

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Nußdorf. Über ein erfolgreiches Vereinsjahr und über viele Einsätze für die Aktiven-Mannschaft berichteten Vorsitzender Andreas Götzinger und Kommandant Willi Müller in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr.


Für Andreas Götzinger war das erste Jahr als Vorsitzender des Feuerwehrvereins sehr ereignisreich. Das Bulldogtreffen war das herausragende Ereignis. Götzinger würdigte alle, die zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen. Wenig Interesse fand der Vereinsausflug nach Kopfing zum Baumwipfelweg und nach Burghausen. Man werde in der Vorstandschaft beraten, wie man die Attraktivität des Vereinsausfluges steigern könne. Die zwei Schafkopfrennen im Frühjahr und Herbst waren sehr gut besucht.

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Abordnungen des Vereins nahmen an verschiedenen Gründungsfesten teil und waren Gast bei der Fahrzeugweihe der Feuerwehr Chieming. Auch bei allen örtlichen Vereins- oder Kirchenfesten war die Feuerwehr präsent. Auch am Gemeindeschießen beteiligte sich der Feuerwehrverein. Den Stammtisch will die Vorstandschaft mit einem »Bonussystem« beleben.

Über den Stand der Vereinsfinanzen informierte Kassier Markus Stöger. Das Vereinsjahr konnte aufgrund des Erfolgs des Bulldogtreffens mit einem erfreulichen Überschuss abgeschlossen werden.

Kommandant Willi Müller berichtete von 31 Einsätzen. Bei 24 Alarmen handelte es sich um technische Hilfeleistungen, unter anderem zur Menschenrettung bei Verkehrsunfällen. Siebenmal gab es Feueralarm, die übrigen Einsätze betrafen Sicherheitswachen und die Verkehrslenkung und -absicherung bei Veranstaltungen. Größter Löscheinsatz war der Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in Empfing. Zur technischen Hilfeleistung wurde die Wehr zu mehreren Verkehrsunfällen gerufen, bei denen man Schwerverletzten half und eingeklemmte Personen befreite.

Der Kommandant berichtete zudem von 38 Übungen und Fortbildungsveranstaltungen sowie von verschiedenen Fachausbildungen. Sie wurden von den Aktiven ohne Ausnahme erfolgreich abgeschlossen. Müller freute sich über die erfolgreiche Leistungsprüfung »Technische Hilfeleistung«, die 16 Aktive bravourös bestanden haben. Die Überprüfung der Kreisbrandinspektion, bei der eine Einsatzübung abgehalten wurde, ergab keine Beanstandungen.

Für die Jugendfeuerwehr waren der Kreisjugendfeuerwehrtag in Erlstätt und der Wissenstest die Höhepunkte. Eine neue Jugendgruppe wird im Frühjahr mit der Ausbildung beginnen. Müller würdigte die »engagierte und hervorragende« Arbeit der Aktiven.

Bürgermeister Hans Gnadl hob den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrler hervor und dankte für die stete Einsatzbereitschaft sowie für Ausdauer und Eifer, der aufgewendet wird, um Menschen in Not zu helfen. Die Zahl der Aktiven sei mit 68 Männern, davon 20 Atemschutzträgern und sechs Jugendlichen erfreulich; er bedauerte aber, dass es immer noch keine Frauen und Mädchen bei der Nußdorfer Wehr gibt. Die Ausrückstärke während des Tages könnte damit deutlich verbessert werden. Er kündigte eine Initiative der Gemeindeverwaltung an, um für Frauen im Feuerwehrdienst zu werben.

Zudem berichtete Gnadl, dass er sich mit Nachdruck für die Einführung einer Ehrenamtskarte auch im Landkreis Traunstein einsetzen werde, um das Engagement und den Dienst der vielen freiwilligen Ehrenamtlichen in allen Vereinen – nicht nur bei der Feuerwehr – zu würdigen.

Zum Abschluss der Versammlung gab Andreas Göttinger einen Ausblick und nannte als erste Veranstaltung das Schafkopfrennen am 16. Februar, das für die Wertung zum »Nußdorfer Gemeindekönig« zählt. Der Florianitag wird am 4. Mai mit einer Messe in der Pfarrkirche gefeiert. Teilnehmen wird der Feuerwehrverein an den Gründungsfesten der Feuerwehren in Trostberg (29. Juni) und Albertaich (14. Juli) sowie am Jubiläumsfest in Hart am 28. Juli, wo man auf den Meistpreis spekuliert. pv.