Die ersten Mieter erhalten die Schlüssel

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Die ersten Mieter ziehen ein: Bürgermeister Stefan Schneider (links) übergab die Schlüssel auch an die Familie Birks-Olejnik.

Gemeinde Bergen hat acht Wohnungen über dem Kindergarten St. Josef geschaffen


Bergen – Acht Wohnungen hat die Gemeinde Bergen in den beiden Obergeschoßen des Hauses Säulner Weg 20 geschaffen. Nach rund zwei Jahren hat sie den Ausbau des Gebäudes, das im Parterre den Kindergarten St. Josef beherbergt, nun abgeschlossen. Bürgermeister Stefan Schneider hat jetzt die Schlüssel an die ersten Mieter übergeben, die in die Wohnungen einziehen.

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Aus- und umgebaut hat die Gemeinde das Gebäude in den vergangenen Jahren. Sie schuf einen Anbau für eine Kinderkrippe. Und sie setzte auf das erste Obergeschoß noch ein zweites – und zwar in Holzbauweise. Im ersten und zweiten Stock errichtete sie insgesamt acht Wohnungen, die aus eineinhalb, zwei, drei beziehungsweise vier Zimmern bestehen und zwischen 48 und 96 Quadratmeter groß sind.

Kosten in Höhe von1,25 Millionen Euro

Die Kosten für den Wohnungsbau betragen rund 1,25 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern griff der Gemeinde Bergen finanziell unter die Arme: Über das Kommunale Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnungen bezuschusste er die Maßnahme mit rund 570 000 Euro. Außerdem ermöglichte er der Gemeinde ein zinsgünstiges Darlehen: 1,14 Millionen Euro konnte sie zu einem Zinssatz von nur 1,0 Prozent aufnehmen.

1922 waren die Schwestern der Kongregation vom Göttlichen Erlöser, die Niederbronner Schwestern, nach Bergen gekommen. 1924 klinkten sie sich in die Kinderbetreuung ein, 1967 dann in dem neu errichteten Gebäude Säulner Weg 20. Vor 25 Jahren – 1995 – erhielt das Gebäude die letzte umfassende Sanierung.

2005 ließ man erstmals die Unterbringung einer Kinderkrippe im ersten Obergeschoß untersuchen. Dann folgte ein Eigentümerwechsel: Im Frühjahr 2017 erwarb die Gemeinde Bergen das Gebäude. Auf Grund der Geburtenentwicklung und der Nachfrage entschloss sie sich, im Erdgeschoß eine weitere Kinderkrippe einzuplanen und außerdem Wohnungen zu schaffen. Das Konzept »Kita plus Wohnungen« entwickelte die Gemeinde zusammen mit der Architektin Michaela Krammer.

Bürgermeister Schneider freute sich im Rahmen der Schlüsselübergabe vor allem auch darüber, dass man auch finanziell »im Rahmen geblieben« sei. Dabei war die Planung nicht ganz frei von Hürden gewesen. Zunächst war der Umbau vorgesehen gewesen. Dann kamen ein zweiter Stock mit vier Wohnungen und die günstigen Förderbedingungen der Regierung von Oberbayern mit dem Förderprogramm für kommunale Wohnungen hinzu.

Durch die Verlegung des Treppenhauses und die Nutzung der opulenten Treppenhalle stehen etwa 45 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung. Der nicht rollstuhlgerechte Zugang des Kindergartens wird vom gefährlichen Straßenbereich in den ruhigen, östlichen Bereich verlegt. Ein ausladendes Vordach dient der Möglichkeit, überdachte Fahrradstellplätze zu errichten. Ein witterungsgeschützter Abstellplatz für Kinderwagen, Autositze und Bollerwagen wurde günstig an den Eingangsbereich angliedert. Derzeit verfügt die Einrichtung über keine Stellplätze. Für den Kindergarten und die Kinderkrippe werden sechs Stellplätze direkt am Säulner Weg errichtet. Die Lagerräume in einer Größenordnung von etwa 30 Quadratmeter befinden sich im Keller.

»NachhaltigeHolzbauweise«

»Gebaut wurde in der wirtschaftlichen und nachhaltigen Holzbauweise«, so Architektin Krammer. Holzbauelemente mit ihren hervorragend wärmedämmenden Eigenschaften seien für die Gebäudeaußenhülle verwendet worden, Beton als tragende Deckenkonstruktion zur Überbrückung von großen Spannweiten, Die Architektin spricht von einem »ressourcensparenden und nachhaltigen Gebäude«. Die Aufstockung in Holzbauweise sei eine gelungene Lösung. Krammer: »Die Holzkonstruktion sorgt für ein gesundes Raumklima und helle Räume.« pü

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