Die drei Waginger Kapellen sind im Dauereinsatz

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Sie sind die fleißigsten Probenbesucher: Alois Mühlbacher (links) und Bernhard Waldherr (rechts), die von Musikmeister Helmut Huber eine Flasche Wein überreicht bekamen. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Über mangelnde Auslastung können sie wahrlich nicht klagen, die Musikanten der drei Waginger Blaskapellen: Kracherlmusi, Jugendkapelle und Stammkapelle. Sogar beim Gottesdienst zur eigenen Jahreshauptversammlung waren sie unter Leitung von Musikmeister Helmut Huber im Einsatz und umrahmten die Messfeier. Bei der Versammlung im Hotel Wölkhammer zeigten die Berichte, dass die Musikanten ein ausgesprochen straffes Jahresprogramm haben, zuzüglich jeweils rund 35 Proben im Jahr. Und heuer erwartet sie wieder ein Höhepunkt: nämlich ein Auftritt bei der »Grünen Woche« in Berlin.


Rupert Mayer spielte die meisten Konzerte

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Helmut Huber zählte in seinem Bericht die wichtigsten Termine auf und lobte seine Musikanten für ihren hohen Einsatz. Hervorgehoben wurden »Spielerkönig« Rupert Mayer, der die meisten Konzerte gespielt hat, sowie Alois Mühlbacher und Bernhard Waldherr, die jeweils 33 der 35 Proben besucht hatten.

Auch in diesem Jahr wird das Programm nicht wesentlich geringer werden als 2014. Allein in Waging stehen einige große Feste und Jubiläen an: unter anderem das eigene Frühjahrskonzert der Musikkapelle zusammen mit der Unterwössener Musikkapelle, der Bezirksschützentag und das Kolping-Jubiläum sowie das Trachtenvereinsfest.

In seinem Rückblick ging Huber auf das gelungene Jahreskonzert ein. Eine wunderbar schöne Veranstaltung sei auch der Besuch bei der befreundeten Blaskapelle in Baldmannsweiler gewesen. Etwas Besonderes sei auch die Seeserenade zusammen mit der Blaskapelle Petting gewesen, zu der die Waginger Musikanten standesgemäß per Boot angereist waren. Und dann gab es da noch die 50er-Feier des Musikmeisters, für die sich Huber bei all seinen Musikanten bedankte und den guten Zusammenhalt lobte: Die vielen gemeinsamen Veranstaltungen schweißten die Truppe zusammen, meinte er.

Viel zu berichten hatte Jugendleiterin Claudia Huber, die mit den zwei jüngeren Kapellen gut ausgelastet ist. Vor allem die jüngsten Musikanten, die 15 elf- bis 13-jährigen Mitglieder der Kracherlmusi zu bändigen, sei nicht immer ganz einfach. Bei den Proben gehe es manchmal recht turbulent zu; darum dankte sie für die Mithilfe älterer Musikanten. Auch die ganz jungen hatten schon Auftritte: etwa bei der So-Halunke-Kindergaudi, beim Wasserwachtsfest und beim großen Konzert der Kapelle. Auch heuer stehen bereits wieder einige Einsätze bevor.

Als »tolle Truppe« lobte Claudia Huber die Jugendkapelle. Hier spielen 25 Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren zusammen. Sie bescheinigte ihnen sehr gute Leistungen und hob hervor, dass die meisten von ihnen nach wie vor Musikunterricht haben. Auch die Jugendkapelle war mit einem runden Dutzend an Einsätzen schon ordentlich gefordert, zudem sei der Probenbesuch sehr gut. Ausführlich widmete sich Claudia Huber dem Zeltlager in Schützing, an dem die Waginger Jugendkapelle zusammen mit ihren Kollegen von den beiden Ottinger Kapellen teilnahm. Bei den Terminen im heurigen Jahr erwähnte sie einen Auftritt bei der Einweihung der renovierten Gessenberger Kapelle und vor allem bei dem für 12./13. September geplanten Jugendblasmusik-Treffen in Waging.

Vorsitzender Rupert Mayer zählte auf, dass die Musikkapelle 182 passive und 44 aktive Mitglieder hat. Einiges an Arbeit hätten die Mitglieder vergangenes Jahr in die Renovierung des Sockels am Musikheim gesteckt. Das Haus werde rege genutzt: Neben den Musikanten und ihren drei wöchentlichen Proben kommen auch andere Ortsvereine ins Haus, und auch Musikunterricht wird hier gegeben. Die Musikkapelle stelle die Räume allen kostenlos zur Verfügung, betonte Mayer. Heiner Schnell galt sein Dank für die etwas modernere Internetseite, und er verwies auf die »Kleiderkammer«: Hier wird die »Dienstkleidung« gesammelt und, wenn jemand herausgewachsen ist, an jüngere weitergegeben.

Mehr Ausgaben als Einnahmen

Kassenverwalterin Steffi Dumberger berichtete von Einnahmen in Höhe von 14 257 Euro, denen Ausgaben von 16 567 Euro gegenüberstehen. Das Minus von rund 2300 Euro wird aus den Rücklagen ausgeglichen, die dadurch aber deutlich geschmolzen sind.

Zweiter Bürgermeister Christian Reiter lobte die Musikanten für ihre vielen Einsätze, gerade auch bei den Feiern der Waginger Ortsvereine. Sein Dank galt nicht zuletzt der umfangreichen Jugendarbeit, die bei der Musikkapelle geleistet wird. Die Gemeinde werde weiter unterstützend tätig sein, versprach er: »Die Gemeinde ist mehr als zufrieden mit dem, was ihr für Waging tut« – gerade heuer auch wieder, wenn die Musikanten die Marktgemeinde in Berlin repräsentieren. he

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