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Die drei Bürgermeisterkandidaten stellten sich vor

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Die drei Bergener Bürgermeisterkandidaten (von links): Stefan Schneider (Grüne), Sonja Brunner (ÜW) und Josef Gehmacher (CSU) stellten sich vor. (Foto: Humm)

Bergen – Etwa 400 Bürger kamen zur Podiumsdiskussion der drei Bergener Bürgermeisterkandidaten Sonja Brunner (ÜW), Josef Gehmacher (CSU) und Stefan Schneider (Grüne) im Festsaal. Christoph Grabner moderierte die gut besuchte Veranstaltung. Die Bürgermeisterwahl in Bergen findet am Sonntag, den 9. November statt.


Die drei Kandidaten hatten nach der Vorstellungsrunde je zwei Umschläge zu ziehen, in denen auf Bergen bezogene Sachthemen vermerkt waren. Darüber hatten sie Kurzreferate zu halten. Sonja Brunner zog das Thema »Hochwasserschutz«. Sie will sich dafür einsetzen, dass dieses Vorhaben möglichst schnell weiter vorangetrieben wird. Brunner bedauerte die derzeitige Stagnierung der Grundstücksverhandlungen, betonte die Wichtigkeit des Hochwasserschutzes und hofft auf mehr Engagement vom Wasserwirtschaftsamt.

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Stefan Schneider sagte, mit einem 100-jährigen Hochwasser sei zukünftig vermehrt zu rechnen. Er nannte dieses Thema ein Projekt der nahen Zukunft. Im Falle einer erfolgreichen Wahl werde er sich dem Hochwasserschutz intensiv widmen.

Josef Gehmacher bedauerte den gegenwärtigen Stillstand, kritisierte das Wasserwirtschaftsamt wegen der fehlenden Planung und betonte, bei Grundstücksverhandlungen müsste oberstes Ziel sein, den Grundstücksbesitzern einen fairen Preis für die Abtretung zu zahlen.

»Leben im Dorf«

Gehmacher zog den Themenumschlag »Leben im Dorf«. Der CSUler sagte: »Bergen ist unsere Heimat und hier fühle ich mich wohl.« Hier gebe es ein aktives Vereinsleben, Institutionen der Nächstenliebe und eine herrliche Naturlandschaft.

Sonja Brunner ergänzte, dass Kinder in Bergen zur Schule gehen könnten und Kindergärten und Kitas ausreichend vorhanden seien. Sie nannte als »großes Plus« die Förderung der Kinder und Jugendlichen in den Vereinen.

Stefan Schneider hob »die gute Mischung« aus Kneipen, Wirtshäusern und Cafés heraus und sprach den Bergenern Anerkennung für ihr großes ehrenamtliches Engagement für Asylbewerber aus. Er hatte sich anschließend mit dem Thema »Finanzen« auseinanderzusetzen. Er versicherte, mit Geld verantwortlich umzugehen. »Sparen ja, aber Geld auch sinnvoll einsetzen« – lautet Schneiders Devise.

Josef Gehmacher betonte, dass der Schuldenabbau nicht vergessen werden dürfe. Trotzdem müssten jetzt Investitionsmaßnahmen wie die Erweiterung der Kläranlage und die Sanierung der Kanäle in Holzhausen und Bernhaupten gemacht werden. Sonja Brunner regte eine weitere Ansiedlung von Gewerbebetrieben an.

Zum Thema »Wohnen und Arbeiten in Bergen« sagte sie, sie werde sich dafür stark machen, »dass junge Menschen in Bergen ihre Ausbildung machen können und hier einen Arbeitsplatz finden.«

Stefan Schneider sagte, in Bergen herrschten die besten Voraussetzungen. Nach seinen Worten ist die Mittagsbetreuung mit 57 Kindern stark gewachsen, die Kinderkrippe ist ausgebucht und die Gemeinde stellt Jahr für Jahr Geldmittel bereit.

Josef Gehmacher will sich für den Kauf von Gewerbeflächen einsetzen, die Arbeitsplätze und Wachstum für den Ort Bergen bringen würden.

»Tourismus und Seilbahn«

Beim Thema »Tourismus« verwies Gehmacher auf die jährlich rund 100 000 Übernachtungen, wobei 65 Prozent davon den Privatvermietern zuzuordnen sind und betonte die Wichtigkeit des Tagestourismus durch die Seilbahn mit etwa 50 000 bis 60 000 Beförderungen im Jahr.

Sonja Brunner und Stefan Schneider hoben die Bedeutung der Seilbahn für die Zukunft heraus. »Auf sie kann Bergen nicht verzichten!« Alle drei waren sich einig, trotz alljährlichem Defizit, sich für den dauerhaften Erhalt der Seilbahn einzusetzen.

Und auch beim letzten Thema »Kläranlage« waren sich Brunner, Gehmacher und Schneider einig, dass die Sanierung der Kläranlage vorrangig verfolgt werden müsse. Man warte auf eine erste Betriebs- und Kostenübersicht des Ingenieurbüros zur Ertüchtigung der Kläranlage. Otto Humm