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Die Bürger sollen mit ins Boot genommen werden

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Die bepflanzten Blumentröge entlang des Traunreuter Rathausplatzes geben derzeit zwar ein sehr schönes Bild ab. Jetzt soll auch die Platzmitte einer kosmetischen Korrektur unterzogen werden. Die Bevölkerung ist aufgerufen, in einer Informationsversammlung am 25. Oktober ihre Meinung mit einzubringen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Eine Bürgerbeteiligung soll jetzt Aufschluss geben, wie sich die Traunreuter die Umgestaltung des Rathausplatzes vorstellen. Darauf hat sich der Bauausschuss verständigt. Bürgermeister Klaus Ritter hofft, dass bis zur Infoveranstaltung nicht nur eine fertige Planskizze vorliegt, sondern auch darauf, dass viele Bürger an der Versammlung teilnehmen. Die Veranstaltung findet voraussichtlich am Dienstag, 25. Oktober, im k1 statt.


Im Juni hatte der Stadtrat verschiedene Eckpunkte festgelegt, vor allem die Gestaltung der Platzoberfläche, die Funktionsschirme, Bänke und zusätzliche Bäume betreffend. Entsprechend den Vorstellungen des Stadtrats soll die sogenannte wassergebundene Fläche beiderseits des bereits gepflasterten Bereichs in eine befestigte Fläche umgestaltet werden. Die Bänke auf der Westseite des Platzes sollen in eine herausnehmbare Konstruktion abgeändert werden. Außerdem soll im Rahmen des Projekts »Eichenpflanzung zu Ehren von Joseph Beuys« im südlichen Platzbereich ein zusätzlicher Baum gepflanzt werden. Zusätzliche bewegliche Fahrradständer und Flächen für motorisierte Zweiräder im Bereich der Marienstraße sowie eine E-Bike-Ladestation auf der Rathausseite komplettieren die Eckpunkte. Die viel diskutierten Funktionsschirme sollen nach dem Willen des Stadtrats erhalten bleiben.

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Wie Ritter im Bauausschuss erklärte, hätten die geplanten Änderungen in der Bevölkerung kritische Meinungen hervorgerufen. Deshalb sollte den Bürgern jetzt die Möglichkeit eingeräumt werden, sich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung über den Sachstand zu informieren und ihre Meinung zu äußern. Über die Anhörung soll der Stadtrat dann informiert werden und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Informiert wurde in diesem Zusammenhang auch über die defekte Beleuchtung am Rathausplatz. Die Bürgerliste hatte die Stadtverwaltung schriftlich darum gebeten, den Ausschuss über die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Beleuchtung zu informieren. Nach Angaben der Verwaltung sei bei einer Überprüfung der Lichtsteueranlage durch einen Servicetechniker festgestellt worden, dass der Lichtsteuerrechner defekt sei. Eine Möglichkeit der Reparatur oder eines Austauschs von Komponenten der Anlage werde derzeit geprüft. Das Ergebnis stehe aber noch aus. Dass das seit dem Frühjahr bekannte Problem bis jetzt noch nicht behoben werden konnte, sei ein »Trauerspiel«, sagte Josef Winkler (Bürgerliste). Bürgermeister Ritter rechtfertigte die Verzögerung mit dem Betriebsurlaub der beauftragten Firma und mit der Krankheit eines Sachbearbeiters. »Es ist nicht schneller lösbar.«

Das Schreiben der Bürgerliste beinhaltete zwei weitere Fragen im Zusammenhang mit der Innenstadtsanierung, zu denen die Verwaltung ebenfalls Stellung bezog. Die Bürgerliste kritisierte, dass nach über zwei Jahren zum Planungsstand der Kantstraßensanierung sowie über die Gestaltung der Grünfläche an der Marktstraße im Rahmen eines P-Seminars des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums noch immer keine greifbaren Ergebnisse vorliegen. Zum Thema Kantstraßensanierung stellte Ritter fest: »Die Kantstraße war und ist auch mein Kind.« Zwischenzeitlich sei aber als Schwerpunkt das Munapark-Projekt entwickelt worden und die Kantstraße sei in der Folge Punkt zwei. Von einem Ingenieurbüro sei zwischenzeitlich eine Bestandsvermessung durchgeführt worden. Ebenfalls hätten auch bereits Gespräche eines Verkehrsberaters mit dem Staatlichen Bauamt stattgefunden. Zur Gestaltung der Grünfläche an der Marktstraße nördlich der katholischen Kirche teilte Ritter mit, dass derzeit von der Verwaltung Preisabfragen im Rahmen der im Haushalt zur Verfügung gestellten Mittel für eine Umgestaltung erarbeitet werden. Erste Maßnahmen sollen laut Ritter noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Gleichzeitig stellte er sich vor die Verwaltung: »Ich nehme die Verwaltung zu 100 Prozent in Schutz. Das Ganze ist sehr komplex. Es geht nur eins nach dem anderen.« ga