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»Die Bürger haben sich sehr gut beteiligt«

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Mehr als 2200 Unterschriften bekam Oberbürgermeister Christian Kegel (Zweiter von links) von den Initiatoren des Aktionsbündnisses gegen die Landesgartenschau 2022, Gerhard Lechner (von links), Helga Mandl und Hans Schweiger, überreicht. (Foto: Artes)

Traunstein – Mehr als 2200 Unterschriften haben die Initiatoren des Aktionsbündnisses gegen die Landesgartenschau 2022 gestern im Rathaus an Oberbürgermeister Christian Kegel überreicht. »Die Bürger haben sich sehr gut beteiligt«, ist Initiatorin Helga Mandl mit dem Ergebnis zufrieden.


Seit dem ersten Adventswochenende hat sie zusammen mit den beiden anderen Initiatoren, Gerhard Lechner und Hans Schweiger, Unterschriften gegen eine Durchführung der Landesgartenschau gesammelt. »Viele Bürger haben sich auch extra beteiligt. Wir haben ganze Listen zurückbekommen, mit denen wir nicht selbst unterwegs waren«, erzählt Mandl unserer Zeitung beim Pressetermin im Rathaus. »Dafür sind wir sehr, sehr dankbar.«

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»Die 2200 Unterschriften haben mich nicht überrascht«, sagte Christian Kegel. Allerdings hätte er ein Bürgerbegehren vor der ersten oder zweiten Bewerbung für die Landesgartenschau besser gehalten. Wie der Oberbürgermeister aber versicherte, wird das Ordnungsamt die Unterschriften noch an diesem Wochenende überprüfen. »Wir hoffen, dass bereits am Montag ein Ergebnis feststeht.«

Für ein Bürgerbegehren müssten sich neun Prozent der rund 15 000 wahlberechtigten Traunsteiner in die Unterschriftenlisten eingetragen haben. Das entspricht ungefähr 1400 Unterschriften. Sollte dies der Fall sein, so könnten die Listen bereits am kommenden Donnerstag dem Stadtrat vorgelegt werden. »Dieser muss die Rechtsgültigkeit feststellen«, so Christian Kegel weiter. Innerhalb der nächsten drei Monate muss anschließend das Bürgerbegehren durchgeführt werden.

»Es soll eine saubere Entscheidung sein«, sagte Oberbürgermeister Kegel zu den Gegnern der Landesgartenschau. »Es gibt die Demokratie, damit es Entscheidungen gibt.« Helga Mandl meinte: »Wir hoffen auf eine faire Auseinandersetzung in den kommenden Wochen.«

Wie beim Pressetermin auch bekannt wurde, wird dem Bürgerbegehren möglicherweise ein Ratsbegehren entgegengestellt. Die SPD-Stadtratsfraktion will in der nächsten Sitzung einen entsprechenden Antrag stellen. jar