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Die beiden Container sind gut in Afrika angekommen

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Auch ein gebrauchter Bulldog ist bereits per Container-Transport nach Simbabwe geschickt worden. Wie unerschrocken die einheimischen Fahrer zu Werke gehen, um den Bulldog auszuladen, zeigt dieses Bild, das an Rosa Blank geschickt wurde.

Waging am See – Rosa Blank aus Otting ist zufrieden und erleichtert: Endlich sind die beiden großen Container mit Hilfsgütern in ihren Bestimmungsländern angekommen: der eine in Benin, der andere in Simbabwe. Kurz nacheinander waren die beiden zwölf Meter langen Container befüllt und abgeschickt worden, der eine Anfang, der andere Ende Oktober.


Telefonisch, per Mail und auch per Brief sind inzwischen Bestätigungen und großer Dank an Rosa Blank zurückgekommen. Aus Simbabwe kam die gute Nachricht, dass der Container – diesmal ohne größere behördliche Schikanen oder Nachzahlungen – angekommen ist, von der deutschen Dominikanerschwester Balbina. Vor allem die Rollstühle und die Fahrräder seien sehr willkommen gewesen, wie es hieß, denn für Menschen mit Behinderung gebe es im Land kaum Förderung und Unterstützung.

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Auch der Pflug, der im Container untergebracht war, sei von einem Bauern inzwischen abgeholt worden. Dieser Bauer, der in den 90er-Jahren mit der Landwirtschaft begonnen hatte, ist schon mehrfach in den Genuss von Lieferungen aus Deutschland gekommen. Unter anderem war ihm schon ein Traktor geschickt worden und auch Bewässerungsrohre hatte er erhalten.

Der andere Container war von Freimann aus, wo alle Hilfsgüter in einer großen Scheune gelagert worden waren, nach Benin geschickt worden. Dort hat Pfarrer Jonathan, der seit einigen Jahren im Pfarrverband Waging Urlaubsvertretung macht, sein Schulprojekt aufgebaut. Im Container waren vor allem Schulmöbel, Schulsachen, Musikinstrumente, Fahrräder, Nähmaschinen, Gehhilfen, Kleidung vor allem für Kinder, religiöse Objekte und haltbare Lebensmittel.

Bis weitere Container befüllt und verschickt werden, wird es wohl noch ein bisschen dauern, meint Rosa Blank. Denn es muss immer ja auch Geld aufgebracht werden für die Kosten der Verschickung. Rund 15 000 Euro hat das Versenden der letzten beiden Container gekostet. Und da im Winter kaum Märkte stattfinden, auf denen Blank handgearbeitete Artikel verkauft, fließt kaum Geld in die »Container-Kasse«. Umso mehr willkommen sind Spenden auf das Konto 106 515 258 bei der VR-Bank Oberbayern-Südost (BLZ 710 900 00).

Schon seit fast einem halben Jahrhundert engagiert sich Rosa Blank für die Menschen in Simbabwe. Von frühester Jugend an war es ihr Herzenswunsch, Klosterschwester zu werden. Die 77-Jährige hatte dafür ein Beispiel vor Augen: eine Großtante, die als Nonne in Südafrika tätig war. Rosa Blank selber blieb die Verwirklichung ihres Wunsches jedoch versagt, aus gesundheitlichen Gründen. So hat sie dann von der Heimat aus ein Netzwerk aufgebaut, über das Hilfsgüter nach Afrika gingen. he