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Die Bands heizten dem Publikum ordentlich ein

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Ihre  Premiere mit großer Anlage und neuem Sound feierte die Chiemgauer Band »Belfort«. In den vergangenen Jahren waren die Wahl-Würzburger um Sänger  Daniel   Mügge als   »The  Mustard Tubes« sehr erfolgreich gewesen.
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Beste Stimmung: Beim »Seewärts«-Festival gab's nicht nur gute Musik, sondern auch gute Laune. (Fotos: Müller)

Chieming – Das weithin bekannte »Seewärts«-Festival hat sich auch bei seiner vierten Auflage als Besuchermagnet erwiesen und ist aus dem regionalen Festivalangebot nicht mehr wegzudenken. Trotz Regens strömten die Gäste schon nachmittags auf das am Chiemseeufer gelegene Festival-Gelände, um sich zum Auftakt von den einprägsamen Bluesrock- und Indieliedern der jungen Mühldorfer Band »Anny and the Crooked« verzaubern zu lassen. Mit ihren authentischen Texten und eingängigen Gitarren-Riffs zogen die aufstrebenden Musiker das Publikum schnell in ihren Bann.


Es folgte der mit Spannung erwartete Auftritt von Jakob Bruckner, der mit seiner feinen Stimme und seinen mitreißenden Geschichten aus seinem Leben begeisterte. Sein Bruder Matthias sorgte für den passenden Gitarrensound. Mit ihrer Musik sind die beiden Chiemgauer schon viel herumgekommen, spielten mit namhaften Künstlern wie Schmidbauer und Kälberer, Peter Cornelius oder »Tonbandgerät« und waren bereits auf Tour mit der österreichischen Pop- und Rock-Queen Christina Stürmer.

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Ihre Premiere vor großem Publikum und mit großer Anlage feierten die Jungs von »Belfort«, die sich in den vergangenen acht Jahren als »The Mustard Tubes« einen Namen gemacht haben. »Wir spielen jetzt elektronischer, düsterer, härter und tiefgründiger und schauen einfach mal, was sich so ergibt und wie die Resonanz ist«, erklärten Sänger Daniel Mügge und Bassist Tobias Rachl nach dem umjubelten Auftritt mit ihrem neuen Sound.

Anschließend stürmten »Aloa Input« die Bühne und zeigten die ganze Bandbreite ihres Repertoires, das von E- bis Weltmusik, Indie bis Kraut und Hip-Hop bis Folk reicht. Die drei Wahl-Münchner der Band »Blackout Problems« verbreiteten Rockklänge mit folkigen und elektronischen Einflüssen. Diese Mischung kam unglaublich gut an.

Für den krönenden Abschluss sorgten dann »Roger und Schu«. Während sich ihre Erfolgsband »Blumentopf« derzeit eine Auszeit nimmt, treten die beiden Ausnahmekünstler als Hip-Hop-Duo in Erscheinung – Entzugserscheinungen wollten sie sich und ihren Fans offenbar ersparen. Einige ihrer Lieder kündigten sie sogar als »Weltpremieren« an.

Festival auf ehrenamtlicher Basis

In den Pausen heizten »Patrick's Oak« und »Color Comic« von einer Seitenbühne ordentlich ein. Während sich die rund 2000 schweißgebadeten Besucher bei der freitäglichen Beach-Party auch von einem kurzen Gewitter nicht die Party-Laune verderben ließen, konnten die Musikfestivalgäste samstags einen Pulli gut gebrauchen. Wem es beim Abrocken vor der Bühne trotzdem zu heiß wurde, der machte einen Abstecher an die extralange Bar. Auch die gemütliche Chillout-Area war wieder ein besonderer Anziehungspunkt.

»Unsere Gäste sind zufrieden, dann sind wir es auch«, resümierte Wasserwachtler Bene Speckbacher. Organisiert wird das Seewärts-Festival auf ehrenamtlicher Basis von der Wasserwacht Chieming und ihren Helfern. Mit dem Erlös werden Boote und Ausrüstung der Chieminger Wasserwacht instand gehalten beziehungsweise aufgestockt. mmü