Die Ballone glühen diesmal bereits zum Auftakt

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Alle Jahre wieder ein beeindruckendes Bild: Wenn zirka zwölf Ballonfahrer-Teams gleichzeitig Gas in ihre Ballone ablassen, erstrahlt die Kreuzfeldwiese in einem ganz besonders farbenfrohen Licht. (Foto: Bittner)

Inzell – Das Fauchen des Gases in den Ballonen, wenn bis zu zwölf Teams gleichzeitig ihre Gasventile öffnen, ist unverwechselbar. Ist die Sonne dann schon untergegangen, gibt es obendrein ein beeindruckendes Bild. In Inzell eröffnet das Ballonglühen – anders als in den Jahren zuvor, als es jeweils den Abschluss bildete – die Ballonwoche von 25. bis 30. Januar. Es war ein Wunsch der holländischen Ballonfahrer, das Glühen ihrer »Gefährte« gleich zu Beginn der sechstägigen Veranstaltung abzuhalten.


Somit kommen Einheimische und Gäste gleich am Tag eins mit den Ballonfahrer-Teams ins Gespräch und können ihre Fahrten buchen. Drumherum gibt es ein abwechslungsreiches Programm, welches von Jahr zu Jahr umfangreicher anmutet. Auf der Kreuzfeldwiese am Badepark beginnt die Inzeller Ballonwoche am Sonntag mit einem »Meet & Greet« mit allen Teams, die fast ausschließlich aus den Niederlanden anreisen. Aus Deutschland wird ein Ballonfahrer mit dabei sein.

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Bei freiem Eintritt steigt ab 16 Uhr die »Warm-up-Familienparty«. Ab 17 Uhr spielen die »Boarisch Six«und es gibt eine spektakuläre Feuershow der »Feuerdeifen«. Gegen 18 Uhr sollen dann die Ballone leuchten, alle Jahre wieder eine einzigartige und farbenfrohe Choreographie – vor allem, wenn Schnee liegt. Lediglich starker Regen und Wind würde dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen.

In den gut drei Jahrzehnten der Veranstaltung ist das jedoch kaum vorgekommen – und wenn doch, greift stets ein kurzfristig ausgeheckter Plan B. Die 22 bis 30 Teams mit 90 bis 100 Mitgliedern lassen sich immer irgendetwas einfallen, um die Besucher zu unterhalten. Zwölf Ballone sind es traditionell beim beliebten Ballonglühen. In den Folgetagen steigen dann – wenn es das Wetter zulässt – stets ab 10 Uhr zahlreiche Ballone auf und bilden ein beeindruckendes Spektakel vor einer märchenhaften Winterkulisse mit den heimischen Bergen.

Von Anfang an ist Alfons Schrittenlocher mit dabei. Er hält bis heute Kontakt zu den niederländischen Ballonfahrern und organisiert tatkräftig mit. In seinem »Gästehaus Erika« haben die Ballonfahrer ihren Treffpunkt. Als Feuerwehrmann befüllte Alfons Schrittenlocher mit seinen Kameraden in der ersten Zeit des Zusammenkommens die Ballone im Kieswerk mit Gas. Vor rund 30 Jahren weilten holländische Urlauber in der Gemeinde und entdeckten dabei die Region eher zufällig als geeignete Ballonfahrer-Gegend. Seitdem kommen sie immer wieder gern. Mit ihren Ballonen fahren sie meistens Richtung Chiemsee und Flachland. Bei besonders günstigen Windbedingungen sind ab und zu auch Alpenüberquerungen mit dabei.

Für Verpflegung ist im Rahmen des Ballonglühens am Sonntag bestens gesorgt. Wer sich einmal den Traum einer Ballonfahrt erfüllen und den Chiem- oder Rupertigau von oben in entspannter ruhiger Atmosphäre entdecken möchte, kann sich direkt bei den Teams erkundigen und buchen. Dies ist zudem bei der Gästeinformation der Inzeller Touristik-GmbH unter der Telefonnummer 08665/988 50 möglich. bit

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