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Die Arbeiten liegen im Zeitplan

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Traunreut. Im Zuge des Bauverlaufs des neuen Alten- und Pflegeheims an der Adalbert- Stifter-Straße in Traunreut haben sich Planungsänderungen ergeben. Die Änderungen, die die Objektgemeinschaft Mittermaier in Stephanskirchen einreichte, betreffen eine teilweise Verlegung der Parkplätze, die Zufahrtssituation zur Anlieferzone und Grundrissänderungen bei Zuschnitten der Räume. Der eingereichte Tekturantrag wurde vom Bauausschuss in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr einstimmig abgesegnet.


Geplanter Lastenaufzug wird nicht gebaut

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Nach Angaben der Verwaltung entfällt aus Kostengründen der geplante Lastenaufzug, der jetzt durch eine Rampe für die Anlieferung ersetzt werden soll. Die in diesem Bereich angedachten neun Parkplätze werden zum Teil verlegt. Die notwendige Anzahl der Kfz-Stellplätze bleibe dabei aber erhalten, hieß es. Markus Mittermaier von der Objektgemeinschaft Mittermaier, die vom Bauherrn und Betreiber des Alten- und Pflegeheims, dem Unternehmen Pur Vital, mit der Bauplanung beauftragt ist, erklärte gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt, man liege mit dem Bau im Soll. Sofern das Wetter mitspiele, stehe der für November geplanten Eröffnung nichts mehr im Wege.

Das Projekt ist für rund 100 Bewohner ausgerichtet. Geplant sind 18 Einzel- und 15 Doppelzimmer. Der dreigeschossige und teilunterkellerte Gebäudekomplex wird als H-Form errichtet und soll den späteren Bewohnern eine familiäre Atmosphäre vermitteln. Der mittlere Bereich des Hauses wird der Versorgungsbereich, den Kern bilden die Wohngruppen, in denen jeweils etwa zwölf pflegebedürftige Menschen leben werden.

Gebäudeform ermöglicht kurze Wege

Die Gebäudeform hat den Vorteil, dass die Wege zu den Zimmern und zu den Aufenthaltsräumen, die jeder Gruppe zugeordnet werden, sowohl für die Bewohner als auch für das Personal relativ kurz sind. Laut Planunterlagen wird es auch eine sogenannte Beschützende Abteilung geben sowie eine Kapelle und ein öffentliches kleines Café. Auf Anfrage unserer Zeitung im Rathaus ist das Interesse an der im Rohbau befindlichen Alten- und Pflegeeinrichtung offenbar groß.

Im Rahmen der Sitzung wurden auch die zum zweiten Mal ausgeschriebenen Spengler- und Dachabdichtungsarbeiten für den Rathaus-Erweiterungsbau an ein Unternehmen aus Großkarolinenfeld vergeben. Das Angebot liegt mit 131 300 Euro zwar 26 300 Euro über der ursprünglichen Kostenberechnung (105 000 Euro), aber unter dem Angebot der ersten Ausschreibung (140 000 Euro). Wie berichtet, musste das Gewerk wegen des überhöhten Kostenangebots eines einzigen Bieters noch einmal ausgeschrieben werden. Sowohl die Mehrkosten von 26 300 Euro als auch die Auftragsvergabe wurden einstimmig mitgetragen.

Ebenfalls ohne längere Diskussion wurden die Aufträge für die neue Kinderkrippe in der Brandenburger Straße vergeben. Hier liegen die Angebote unter den Kostenansätzen. Den Auftrag für die Fenster und Außentüren soll eine Firma aus Waidhofen zu einem Angebotspreis von 110 600 Euro erhalten. Gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnung werden bei diesem Angebot die Kosten um weit über 70 000 Euro unterschritten.

Gremium vergab Arbeiten für Kinderkrippe

Günstiger sind auch die Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen. Den Auftrag für diese drei Gewerke soll die Firma Schupfner in Tittmoning erhalten. Die Arbeiten für die Heizungsanlagen werden mit 105 000 Euro zu Buche schlagen, die Sanitäranlagen mit 90 300 Euro und die Lüftungsanlagen mit 69 300 Euro. Gegenüber den ursprünglichen Berechnungen bedeutet dies eine Kostenunterschreitung von rund 40 000 Euro.

Den Zuschlag für die Isolierungsarbeiten mit einem Angebot von 24 700 Euro soll die Firma Zeiser aus Surberg bekommen und die Elektroinstallation mit einem Angebot von 182 000 Euro soll an die städtische Firma SH-Elektrotechnik vergeben werden. Die Kostenminderungen dieser beiden Gewerke liegen bei über 8000 Euro.

Auf der Baustelle der Kindertagesstätte hat sich bislang noch nicht viel bewegt. Ursprünglich sollte noch im vergangenen Jahr mit dem Bau begonnen werden. Wegen einer zweiten Ausschreibung der Erdarbeiten war es zu Verzögerungen gekommen, nun sorgt der erneute Wintereinbruch für Probleme. Die Stadtverwaltung geht aber davon aus, den Einzugstermin zum Beginn des Kindergartenjahres 2013/2014 einhalten zu können. ga