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Diamantene Profess-Jubiläen der Abtei Frauenwörth

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Äbtissin Franziska Mayer (von links) mit den beiden Profess-Jubilarinnen Clara Jung und Benedikta Frick. (Foto: Thümmler)

Chiemsee. Mit einem Festgottesdienst im Münster feierten zwei Ordensschwestern des Benediktinerinnenklosters Frauenwörth – Benedikta Frick und Clara Jung – ihr diamantenes Profess-Jubiläum, ihr vor 60 Jahren gegebenes Ordensgelübde. Den Festgottesdienst in Anwesenheit des gesamten Konvents mit Äbtissin Franziska Mayer zelebrierte Abt Barnabas Bögl von der Abteil Ettal.


Der Abt sagte bei der Eröffnung, dass sich beide Ordensschwestern vor 60 Jahren Gott, dem Herrn, zur Verfügung gestellt hätten. Sie hätten das Ordensgelübde in Armut, Jungfräulichkeit und Gehorsam abgelegt. Es sei aber auch Gott zu danken, dass er sie dazu berufen habe.

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Wichtige Funktionen bekleideten die beiden Ordensschwestern innerhalb des Konvents, erinnerte der Abt. So Benedikta, die 1951 in das Kloster eintrat und sich mit ganzer Kraft für die Gemeinschaft einsetzte. Sie sei stets bereit gewesen, Verantwortung zu übernehmen, so der Abt. Seit 1972 und fast 40 Jahre lang habe sie als Cellerarin und damit als »Finanzministerin der Abtei« gewirkt. Die wichtige Funktion als Priorin, als Stellvertreterin der Äbtissin, habe sie von 1997 bis 2003 wahrgenommen und die Aufgabe als Priorin-Administratorin – während der Zeit ohne eigene Äbtissin – bekleidete sie von 2003 bis 2006. Die Einheit der Gemeinschaft sei Benedikta Frick, die im vergangenen Jahr ihren 80. Geburtstag feierte, daher immer ein besonderes Anliegen gewesen. Darüber hinaus sei sie aber auch in der politischen Gemeinde Chiemsee vorbildlich tätig gewesen. So als Gemeinderätin der »Klosterliste« ab 1972, 36 Jahre lang.

Ordensschwester Clara Jung habe im vergangenen Jahr ihren 85. Geburtstag begangen, fuhr der Abt fort. Nach ihren Einsätzen als Abteisekretärin und Lehrerin in den Mädchenschulen des Klosters sei sie vielen Menschen als feine und liebenswürdige Gastschwester im Haus Scholastika bekannt geworden, so der Abt. Um sich körperlich fit zu halten, drehe sie täglich ihre Inselrunden. Um ihren Geist zu trainieren, habe sie einen Schachpartner von der Insel gefunden, mit dem sie wöchentlich Schach spiele.

Beim Dankgottesdienst erneuerten die beiden Ordensschwestern ihr vor 60 Jahren gegebenes Ordensgelübde. th