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Deutliches Plus bei den Campingplätzen am See

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Waging am See. Mit fast 41 000 Gästeankünften (ein Plus von 13,4 Prozent) und fast 383 000 Übernachtungen (plus 7,5 Prozent) hat der Tourismus in der Marktgemeinde Waging heuer im Vergleich zum Vorjahr hohe Zuwachsraten. Die Campingplätze tragen mit mehr als 20 Prozent Zuwachs wesentlich zu dem positiven Ergebnis bei. Tourist-Info-Leiter Oswald Pehel, der nach knapp einem Jahr in Waging die Bilanz im Gemeinderat vorstellte, bezeichnete das Camping als den Wachstumsmotor.


Das Plus bei den Gästeankünften setzt sich aus einem Zuwachs von 21,8 Prozent beim Camping und von 2,1 Prozent bei den übrigen Vermietern zusammen. Zu dem Übernachtungsplus von 7,5 Prozent tragen die Campingplätze 20,3 Prozent bei, die Vermieter ein Prozent. Die aufgrund des großen Campinganteils in Waging traditionell hohe Verweildauer ist von 9,8 auf 9.3 Tage gesunken – der Chiemgau-Durchschnitt liegt laut Pehel bei 5,7 Tagen.

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Als Grund für den erfreulichen Zuwachs nannte Pehel zum einen das Wetter, aber auch das interessante Veranstaltungsprogramm und die Vermarktung: »Die Rahmenbedingungen waren ideal«, sagte er. So habe etwa auch die Biathlon-WM zu einem Nachfrageplus in Waging beigetragen. Man müsse versuchen, die Nebensaison noch weiter zu beleben.

Im Rückblick auf sein erstes Jahr in Waging zählte Pehel eine Reihe von Aktionen auf. In verschiedenen Arbeitskreisen wurden die wichtigsten Aussagen erarbeitet. Erfreulich ist laut Pehel, dass das Qualitätsbewusstsein der Vermieter weiter steige. 80 Prozent machten bei der Klassifizierung mit, ein viel höherer Anteil als in vielen anderen Orten.

An Werbung und Marketing sei im abgelaufenen Jahr auch viel geschehen. Man habe zunächst einen großen Fotopool geschaffen; zusammen mit einer Agentur über eineinhalb Jahre hinweg und dazu mit einem Fotowettbewerb, an dem sich 56 Hobbyfotografen mit 200 Einsendungen beteiligt haben. Mehrere Broschüren seien neu aufgelegt worden, ein neues Internetportal werde bis zum Jahresende fertig sein. Der Umstieg auf das Reservierungssystem IRS 18 habe sich gelohnt, denn online seien 438 zusätzliche Buchungen eingegangen.

Neu seien der St.-Rupert-Pilgerweg, das Radeln von See zu See in Kooperation mit Chiemseeorten, eine Kooperation mit dem Salzburger Seenland, die Genusswochen und eine neue Camping-Kooperation am Waginger See. Besondere Veranstaltungen seien der autofreie Sonntag gewesen, der Waginger-See-Triathlon, das Zeltln-Festival und die Filmtage.

Zum Jahreswechsel werde ein neues Meldewesen eingeführt werden, zusammen mit einer Waging Card. Ein Imagefilm sei in Vorbereitung.

Bei all diesen guten Nachrichten lobte Bürgermeister Häusl die Arbeit des Tourist-Info-Leiters und seiner Mitarbeiterinnen. Waging sei damit auf einem guten Weg, den Tourismus als wichtiges Standbein auszubauen. Man habe in Waging auch in schweren Jahren die Position immer ganz gut gehalten.

Tourismus-Referent Andreas Barmbichler stellte fest, es sei in den Tourismus »wahnsinnig viel Schwung reingekommen«. Viel sei geschehen, was zuvor unüberwindbar erschien, wie etwa der Umstieg auf das IRS-System.

Auf eine Anfrage von Martin Dandl hin hatte Bürgermeister Häusl noch eine weitere gute Nachricht parat: Oswald Pehel hat seinen Finanzrahmen bei Weitem nicht ausgeschöpft. Rund 70 000 Euro weniger seien verbraucht worden als in den Jahren vorher. In den letzten zehn Jahren wurde der Tourismusetat jeweils so stark überzogen, dass der Tourist-Info die Verfügung darüber entzogen worden war.

Dritter Bürgermeister Christian Reiter freute sich auch darüber, dass Waging jetzt im Chiemgau Tourismus besser vertreten sei: Jetzt wisse auch der Chiemgau-Tourismus-Geschäftsführer Michael Lücke, wo der Waginger See ist. he