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Deutlich mehr Einsätze aufgrund des Hochwassers

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Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstätt, Sven Lein (links), und dessen Stellvertreter Reinhard Meisinger (rechts) freuen sich mit (von links) Matthias Wiesholler (40 Jahre Mitgliedschaft), Hermann Abeska (25 Jahre Mitgliedschaft) und Wolfgang Erhart (25 Jahre Mitgliedschaft und 25 Jahre aktiver Feuerwehrdienst). (Foto: Müller)

Grabenstätt. Die Grabenstätter Floriansjünger hielten kürzlich ihre Jahreshauptversammlung ab. Dabei blickten sie im Gasthof zur Post auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Mit der goldenen Ehrennadel ehrte Erster Vorstand Sven Lein Matthias Wiesholler für 40 Jahre Mitgliedschaft. Hermann Abeska und Wolfgang Erhart, die dem Verein vor 25 Jahren beitraten, erhielten die silberne Ehrennadel. Erster Kommandant Jürgen Richter zeichnete Erhart zudem für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst aus.


Aufgrund des schweren Hochwassers Anfang Juni seien im Vorjahr rekordverdächtige 168 Einsätze zu verzeichnen gewesen, so Richter. Allein 81 Fluteinsätze mit insgesamt 806 Arbeitsstunden habe man zwischen dem 1. und 8. Juni bewältigen müssen. Zum Vergleich, 2012 rückte man insgesamt »nur« 82 Mal aus. Für ihren vorbildlichen Hochwassereinsatz erhielten alle aktiven Feuerwehrler eine Urkunde vom Freistaat Bayern.

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Besonders negativ in Erinnerung geblieben sei der 2. März mit zwei tödlichen Unfällen, bedauerte Richter. Ein ehemaliger Jugend-Feuerwehrler habe damals bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2096 sein Leben verloren. Bei einem Wohnhausbrand im Ortsteil Winkl habe man am 18. März das Gebäude nur erhalten können, weil man sehr schnell vor Ort gewesen sei. »Der Aktivenstand beträgt zurzeit 55 Feuerwehrdienstleistende, Hansi Biller und Karoline Böhm wurden aus der Jugendgruppe übernommen«, freute sich Richter und verwies auf 28 Übungen.

Der Kommandant lobte auch die Beschaffungen durch die Gemeinde, darunter drei Rollcontainer, Wasserpumpen, Handfunkgeräte, Schutzkleidung, die neue Lagerhalle für Sandsäcke, Hochwasserausstattung, Ölwehr und andere Gerätschaften. Richter bedankte sich auch für den beschlossenen Führerscheinzuschuss der Gemeinde in Höhe von 1500 Euro pro Anwärter. Weitere Anschaffungen tätigte der Verein mit Hilfe von Spenden. Trotz hoher Ausgaben für Sanitätsausrüstung, Licht, Kamera, Fahnenschrank, Vereinskleidung und das Dorffest, konnte Kassenwart Thomas Astner von einem positiven Kassenstand berichten. Dem Verein gehören nun 300 Mitglieder an.

Das Leistungsabzeichen »Wasser« Stufe 1 (Bronze) erhielten Maxi Wiendl, Sven Börner-Sachs, Markus Seywald, Martin Bierl, Hansi Biller, Franzi Böhm und Hansi Stefanutti. Die sechste und letzte Stufe (Gold-Rot) erreichte hier Alexander Nippe.

Wie Jugendwart Thomas Dürrbeck mitteilte, habe sich die Zahl der Feuerwehranwärter von zwölf auf 19 erhöht. Zudem seien 20 reguläre Jugendübungen abgehalten worden. Die SAN-Gruppe um Kreisfeuerwehrarzt Holger Hübner besteht aus 28 Feuerwehrdienstleistenden. Die »Helfer vor Ort« (HVO) absolvierten in ihrem ersten Jahr 71 Einsätze. »Durchschnittlich fünf Minuten waren wir vor dem Rettungsdienst vor Ort, um Erste Hilfemaßnahmen einzuleiten«, resümierte Hübner. »Hut ab vor denen, die das neben ihrem normalen Feuerwehrdienst machen«, lobte Kommandant Richter.

Atemschutzwart Andreas Oberhuber berichtete von einem Personalstand von 26 PA-Trägern, 22 Mann mit CSA-Ausbildung, sechs Einsätzen unter PA und rund 15 Übungen. Kreisbrandinspektor Georg König lobte die Jugendarbeit und die vorbildlichen Hochwasser-Einsätze und meinte in Sachen Digitalfunk: »In zwei Jahren läuft der.« Das »gute Miteinander von Verein und aktiver Mannschaft« würdigte Bürgermeister Schützinger und hoffte auf ein »ruhigeres Jahr 2014«. Für die Pfarrei bedankte sich Pater Augustin und wünschte den Floriansjüngern »glückliche Einsätze ohne Unfälle«. mmü