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Der Winter kann kommen

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Zahlreiche Räum- und Streufahrzeuge stehen für den Winterdienst bereit. Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien und der Bauhöfe warten auf ihren Einsatz.

Auf den Bergen liegt schon Schnee – und in der Nacht auf Montag soll der Winter dann im ganzen Chiemgau und Rupertiwinkel Einzug halten. Gut, dass die Straßenmeistereien und Bauhöfe auf Schnee und Eis vorbereitet sind. Beim Staatlichen Bauamt Traunstein stehen zum Beispiel 18 eigene und 29 angemietete Räum- und Streufahrzeuge für die Winterdiensteinsätze bereit. In sieben Streustoffhallen und zwei Silos lagert die Behörde rund 8300 Tonnen Tausalz und in der Zentrallagerhalle Wasserburg weitere 12 000 Tonnen Tausalz für Streueinsätze ein.


Das vom Staatlichen Bauamt zu betreuende Straßennetz in den Kreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting umfasst 390 Kilometer Bundes- und 386 Kilometer Staatsstraßen sowie 89 Kilometer Kreisstraßen des Landkreises Berchtesgadener Land. Hinzu kommt die Autobahn 94 zwischen Ampfing und Marktl mit einer Länge von rund 55 Kilometern.

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Den vier bauamtlichen Straßenmeistereien in Traunstein, Freilassing, Bischofswiesen und Neuötting stehen 91 Mitarbeiter zur Verfügung, deren Aufgabe es ist, die Autobahn rund um die Uhr und die übrigen Straßen in der Zuständigkeit des Bauamts zwischen 6 und 20 Uhr befahrbar zu halten. Um dies zu gewährleisten, erkunden sogenannte Späher in der Regel bereits vor 3 Uhr den Straßenzustand und veranlassen bei Bedarf den Einsatz der Räum- und Streufahrzeuge.

Im Bereich der Straßenmeisterei Traunstein werden die Einsätze von einer selbst entwickelten, mobilen Einsatzzentrale aus koordiniert. Eingebunden sind hier auch kooperierende Gemeindebauhöfe und die Tiefbauverwaltung des Landkreises Traunstein. Zur Überwachung des Straßenzustands stehen auch technische Hilfsmittel wie Wetterradar und Glättemeldeanlagen zur Verfügung.

Appell an Verkehrsteilnehmer

Bei plötzlich eintretenden, starken Schneefällen kann allerdings auch ein gut organisierter Winterdienst zeitweise an seine Grenzen stoßen. Das Staatliche Bauamt Traunstein appelliert daher eindringlich an die Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrzeuge auf winterliche Wetter- und Straßenverhältnisse vorzubereiten. Auch durch verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Fahren könnten sie bei winterlichen Straßenverhältnissen ihren Beitrag zu einem möglichst störungsfreien Verkehrsablauf leisten.

Der Bauhof der Stadt ist mit rund 50 Mitarbeitern einsatzbereit für den Winterdienst. Ihnen stehen acht Großgeräte und drei Kleintraktoren zum Räumen und Streuen zur Verfügung. Zusätzlich sind Verträge mit acht Fremdunternehmern geschlossen, die in bestimmten Bereichen im Auftrag der Stadt die Räum- und Salzstreuarbeiten übernehmen. Zur Räumung von Treppen, Übergängen und Gehwegen sind bei Bedarf mehr als 20 Mitarbeiter im Einsatz.

Im städtischen Bauhof lagern für den Winterdienst etwa 150 Tonnen Salz; weitere 500 Tonnen sind bereits gekauft und bei Bedarf jederzeit verfügbar. In den vergangenen Wochen befüllten die Bauhof-Mitarbeiter außerdem rund 200 Kisten mit Split und Salz und stellten sie im Traunsteiner Stadtgebiet auf. Außerdem sind über 3000 Schneezeichen – das sind orange-schwarze Holzpfosten, die als Markierung für die Schneepflugfahrer dienen – gesetzt und die Schutzzäune gegen Schneeverwehungen aufgebaut.

Mehr als 140 Kilometer Straßen und Wege fallen in den Zuständigkeitsbereich des städtischen Winterdiensts. Um bei Schnee und Eis schnell reagieren zu können, beobachten Mitarbeiter des Bauhofs ständig, wie sich das Wetter entwickelt. Gegen Mitternacht prüfen sie, wie die Situation auf den Straßen und Wegen im Stadtgebiet ist und »alarmieren« ihre Kollegen gegebenenfalls zum Schneeräumen oder Streuen.

Der Winterdienst ist ab 3 Uhr unterwegs

Bereits ab 2 Uhr nachts haben die Mitarbeiter Bereitschaft, ab 3 Uhr sind sie bei Bedarf im Einsatz. Bis 21 Uhr sind – wenn nötig – Mitarbeiter zum Schneeräumen und Streuen unterwegs. Sogenannte Handräumer, also Mitarbeiter, die sich um das Räumen und Streuen der Gehwege und Fußgängerüberwege kümmern, sind von 6 bis 20 Uhr im Stadtgebiet im Einsatz.

Die Mitarbeiter im Winterdienst tun ihr Möglichstes, um die Straßen und Wege im Traunsteiner Stadtgebiet zeitnah von Schnee und Eis zu befreien. Dies ist besonders schwierig, wenn innerhalb kurzer Zeit sehr viel Schnee fällt. Die Räumung und Streuung der Straßen im Stadtgebiet erfolgt generell nach Dringlichkeit. Insgesamt gibt es vier Dringlichkeitsstufen: Stufe 1 bedeutet höchste Dringlichkeit und bezieht sich vor allem auf die Hauptverkehrswege. Sie werden vorrangig geräumt und gestreut. Die geringste Dringlichkeit haben Straßen und Wege der Stufe 4; dazu zählen Anliegerstraßen und Straßen in Wohngebieten. fb

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