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Der Wandel vom Gesellenverein zur Kolpingfamilie

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Die Ausstellung »150 Jahre Kolping Waging« ist bis 7. Mai in der Pfarrkirche zu sehen. Eröffnet wurde sie im Pfarrheim. (Foto: Sojer)

Waging am See – Im Rahmen der 150-Jahrfeier der Kolpingfamilie wurde in Waging eine Fotoausstellung eröffnet. Zunächst wurde ein Gottesdienst gefeiert, im Anschluss versammelten sich die Besucher zu einem Stehempfang im Pfarrheim.


Die Fotoausstellung gibt einen geschichtlichen Einblick von der Entstehung im damaligen Königreich, über das jähe Ende in den Kriegsjahren bis zu »Kolping heute«. Die Kolpingfamilie Waging hat ihre historischen Momente in liebevollen Details dargestellt.

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Präses Andreas Ager lobte die Arbeit der Kolpingfamilie: »Wenn Jung und Alt sich zusammentun und gemeinsam den Abend verbringen, das ist die Stärke einer jeden Kolpingfamilie. Hier geschieht etwas Familiäres und es ist immer für alle Platz.«

An acht Schautafeln stellten die verschiedenen Gruppen ihre Aktivitäten dar. Neben der Erwachsenengruppe, die viele Ausflüge, Besichtigungen und gesellige Abende veranstaltet, verkauft der Eine-Welt-Kreis seit über 13 Jahren erfolgreich fair gehandelte Produkte. Der Nikolausdienst, der vor elf Jahren zum ersten Mal zum Einsatz kam, entwickelte sich zu einem besonders beliebten Ereignis für 20 Familien. Relativ »jung« ist der Jugendsingkreis unter der Leitung Petra Huber. Im letzten Jahr feierte dieser sein 10-jähriges Bestehen. Auch die Bauchtanzgruppe, unter der Leitung von Johanna Schrott, zeigt seit neun Jahren erfolgreich, dass auch viel orientalische Eleganz in den bayerischen Tänzerinnen steckt. Die Gruppe trat schon bei vielen Kolpingveranstaltungen auf. Die Mutter-Kind-Gruppe entwickelte sich 1987 bei einem eher zufälligen Treffen von Müttern mit ihren kleinen Kindern, die einfach nur gemeinsam spielen, basteln und singen wollten. Mittlerweile treffen sich fünf Mutter-Kind-Gruppen am Vormittag und bieten damit ein beliebtes Angebot für Mütter mit ihren Kindern unter drei Jahren an. Die Altpapier- und Gebrauchtkleidersammlung hat stolze 45 Jahre »auf dem Buckel« und ist die wichtigste Einnahmequelle für die Vergabe von Spenden. Die Theatergruppe ist wohl die älteste gelebte Tradition. Diese führt schon seit 1905 ihre Stücke auf.

»Die Ausstellung soll dazu beitragen, unsere Kolpingfamilie näher kennenzulernen oder auch gemeinsame Erinnerungen auszutauschen, an schöne Zeiten und nette Menschen«, sagte Vorsitzender Wilfried Streitwieser-Schrott. In der Waginger Kolpingfamilie sei immer schon viel los und die verschiedenen Gruppen seien sehr aktiv, was sich auch in den einzelnen Bildern widerspiegelt. Die Fotoausstellung wurde im Pfarrheim eröffnet, ist aber nun in die Pfarrkirche St. Martin umgezogen und dort noch bis zum 7. Mai zu sehen. Am Sonntag wird das 150-jährige Bestehen der Kolpingfamilie mit einem Festzug, einem Gottesdienst (10 Uhr) und einer Feier für geladene Gäste im Kurhaus begangen. soj