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Der Waginger Brückenbauer feierte 25. Priesterjubiläum

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Sein 25. Priesterjubiläum feierte Wagings Pfarrer Andreas Ager zuerst mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, dann mit seinen Wegbegleitern aus dem ganzen Pfarrverband im Pfarrsaal.

Waging am See. Mit einem strahlenden Lächeln freute sich Pfarrer Andreas Ager über die vielen Gratulanten zur Feier seines 25. Priesterjubiläums im Pfarrsaal. Nun sei das Geheimnis gelüftet, warum es in letzter Zeit so ein geheimnistuerisches Gewusel um ihn herum gab.


Im Vorfeld fand in der Pfarrkirche St. Martin ein Pfarrverbandsgottesdienst statt. Pfarrer Ager zählte kurz seine Stationen der vergangenen 25 Jahre auf. Als Praktikant habe er in Moosburg seine seelsorgerische Tätigkeit begonnen. Weitere Dienststellen waren vier Jahre als Kaplan im Pfarrverband Bad Kohlgrub, ein Jahr Pfarrer in der Stadtkirche Rosenheim, 17 Jahre Pfarrer in Stephanskirchen/Haidholzen und die letzten drei Jahre nun im Pfarrverband Waging.

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Wenn er einem jungen Priesterkollegen raten solle, wie man ein guter Priester wird, würde er raten, sich an die beiden Kirchenpatrone Petrus und Paulus und deren Attribute zu halten. Petrus mit dem Schlüssel des Himmelreichs stehe für den Priester, der Türen und mit der Kraft des Herrn Herz und Seelen der Mitmenschen öffnen kann. Paulus trage die Bibel, deren Inhalt so oft in unsere moderne Zeit passt und das Schwert, das für Entscheidungskraft steht. Ager wünschte allen immer offene Türen im Leben und dass sie mit der Hilfe der christlichen Botschaft entschieden durchs Leben gehen.

Den Auftakt für die Feiern im Pfarrsaal machte der Jugendsingkreis mit einem Ständchen, einem eigenen Text zur Melodie von »Aber bitte mit Sahne«. Darin machten sie darauf aufmerksam, wie »unser Pfarrer Ager« immer die richtigen Worte finde, sich für die Ministranten und die Umwelt einsetze und immer gerne mit Fahrrad oder Bahn fahre. Seine Vorliebe fürs Zugfahren brachte den Chor auf die Idee, ihm noch das Lied »Deutsche Bahn« zu singen, das von allerlei Bahnpannen handelt.

Als Vertreter der Marktgemeinde Waging sage Christian Reiter, es sei wohl kein Geheimnis, wenn man sage, dass Pfarrer Ager das Schiff des Pfarrverbandes übernommen habe, als es sich auf einem sehr rauen und stürmischen Kurs befand. Trotz der vielen Aufgaben und Herausforderungen als Seelsorger und Leiter des Pfarrverbandes habe er es geschafft, dieses Schiff wieder in ruhigere Gewässer zu steuern. Dafür zollte Reiter dem Pfarrer großen Respekt. Er wünschte ihm auch im Namen von Bürgermeister Herbert Häusl alles Gute und vor allem Gesundheit und Kraft. Als Geschenk überreichte er ihm eine Spende für einen sozialen Zweck und ein Buch über Waging. Bei ihrem selbst verfassten Theaterstück fragten sich die neun Ministranten, was sie denn ihrem Pfarrer schenken sollten. Während der Aufführung schwelgten sie immer wieder in Erinnerungen. Sehr oft seien Aktivitäten mit ihm mit dem Radlfahrn verbunden gewesen, und so sangen sie »Ja, mia san mim Radl do«. Zu guter Letzt kamen sie auf die Idee, ihm bei der Romfahrt der Ministranten eine Einladung zum Pizza-Essen zu schenken.

Auch der Pfarrverbandsratsvorsitzende Hans Poller gratulierte. Er erinnerte sich an die Installationsfeier vor drei Jahren, wo ihm ein Stefanskirchener gesagt habe, »wir können uns glücklich schätzen mit unserem neuen Pfarrer«. Damals habe er gedacht »ja, ja«. Heute wisse er, dass das nicht gelogen war. Ager sei ein Brückenbauer, der immer wieder mit den richtigen Worten Brücken zu jung und alt schlage. Poller wünschte Ager Gottes Segen, Gesundheit und dass er noch lange den Pfarrverband begleiten werde.

Gemeinsam mit Anette Spiegelsperger überreichte Poller eine Collage mit Fotos der Kirchen des Pfarrverbandes. Der Erlös des Buffets komme der Rom-Wallfahrt der Ministranten zugute. Pfarrer Ager selbst würdigte die Organisatoren und Festgäste für die Überraschungsfeier. Er forderte alle auf, noch fleißig zu essen und zu trinken und für die RomWallfahrer was dazulassen. Eine lange Schlange von Gratulanten wartete anschließend geduldig, um ihm persönlich zu gratulieren.