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Der Traum ist wahr geworden

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Die musikalische Seite von Hans-Peter Porsche: Vor dem Durchschneiden des Bandes dirigierte er die drei Musikkapellen der Gemeinde Anger beim »Rainermarsch«. (Foto: Horn)

Anger – Ein Traum ist wahr geworden: Hans-Peter Porsche hat am Samstag ein rotes Band durchschnitten und damit sein Traumwerk eröffnet. Der Enkel des legendären Autobauers Ferdinand Porsche machte damit auch die Gemeinde Anger und den Landkreis Berchtesgadener Land um eine Attraktion reicher. Zur Eröffnung gab es ein buntes Programm und eine kirchliche Segnung. Große Begeisterung, viele Emotionen, staunen, schauen und genießen prägten das Eröffnungsfest.


Der Tag hatte mit einem großen Showprogramm für die geladenen Gäste gestartet. Architekt Friedrich Wehmeyer übernahm die Begrüßung und blickte auf die Planungs- und Bauzeit zurück. Der Grundstein für das Traumwerk war am 7. September 2011 gelegt worden. »Wir haben 40 000 Kubikmeter Beton verbaut, das Gebäude hat eine Fläche von 6000 Quadratmeter, es gibt 1,8 Kilometer Gehwege«, gab Wehmeyer einen Einblick. Der Grundriss des Gebäudes hat die Form einer liegenden »Acht«. Im Garten gibt es eine Gartenbahn mit drei Gleisweiten die sich auf zwei Kilometer Länge verteilen. Rund 100 Firmen waren am Bau beteiligt. Der kaufmännische Leiter Andreas Mussack betonte: »Hier in Anger-Aufham haben wir eine optimale Anbindung und auf dem Areal die Möglichkeit für weitere Ausbaustufen inmitten einer herrlichen Bergwelt.«

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In einer beeindruckenden Show wurden die Gäste dann in eine Traumwelt entführt. Die »lebende Spieluhr« Irina, Palmen-Künstlerin Marula Eugster mit einer akrobatischen Nummer, Sand-Malerin Frauke Menger mit begeisternden Bildern und die »Tölzer Sängerknaben« mit einem mitreißenden Auftritt verzauberten das Publikum.

Kern- und Höhepunkt war der Auftritt von Hans-Peter Porsche, der schlafend auf einer Bank sitzend seinen Traum träume. In einem aufgezeichneten und eingespielten Monolog nahm Porsche die Zuschauer mit auf seine persönliche Lebensreise bis zurück in die Kindheit und rollte die Entwicklung seines Traums auf. Sohn Daniell begleitete ihn dabei in einer Figur als Sandmann. Das Ende des Traums war vorauszusehen: Hans-Peter Porsche erwachte und durfte erkennen, das alles wahr geworden ist.

Sehr emotional war der Abschluss des Programms, als Hans-Peter Porsche seinen Dank an alle zum Ausdruck brachte, die an der Verwirklichung seiner Vision mitgewirkt haben. Danach galt es für ihn, seine Frau Kuni und Sohn Daniell, viele Hände zu schütteln und Glückwünsche entgegen- zunehmen, bevor Teil zwei der Eröffnungsfeier folgte.

Auf dem Gelände des Traumwerks hatten die drei Musikkapellen der Gemeinde Anger und Gruppen der beiden Trachtenvereine Position bezogen. In einem bunten Zug marschierten Trachtler und Musikanten um das Gebäude, bevor am Eingang das Eröffnungszeremoniell über die Bühne ging. »Das Traumwerk wird eine gewollte Belebung für die Gemeinde und die Region bringen«, sagte Angers Bürgermeister Silvester Enzinger. Pfarrer Christoph Kronast spendete den kirchlichen Segen. Anschließend erfolgte die obligatorische Schlüsselübergabe des Architekten an den Bauherrn und dann kam der Moment des Banddurchschneidens.

Gespannt drängten danach mehrere Hundert Besucher über den roten Teppich in das Gebäude, denn die Gemeindebürger hatten die Möglichkeit, an diesem Tag zum Sonderpreis das Traumwerk zu besichtigen und sich am eigens aufgebauten Jahrmarkt im Garten zu vergnügen. Dazu gab es ein buntes Programm mit Trachtentänzen, Schnalzern, Blasmusik und kulinarischen Genüssen. mh