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Der teuerste Stier kostete 60 000 Euro

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Traunstein. Züchter aus dem Gebiet des Rinderzuchtverbandes Traunstein erzielten beim letzten Zuchtviehmarkt für ihre Tiere Höchstpreise. Bei der Zuchtstierversteigerung erhielt die Besamungsstation Höchstädt für den Stier Valeur den Zuschlag bei 60 000 Euro. Züchter und Aufzüchter teilen sich das Geld. Auch der Preis des zweiten Stieres mit 32 000 Euro löste Freude bei der Züchterfamilie aus. Die Durchschnittspreise für 46 verkaufte Jungkühe mit 1722 Euro und sechs verkaufte Kühe mit 1863 Euro gerieten fast zur Nebensache. Erfreulich war auch die Preisentwicklung mit Auszahlungspreisen über 6 Euro bei den männlichen Mastkälbern beim Kälbermarkt, der am Vortag stattfand.


Ein sehr interessantes Angebot an Zuchtstieren lockte wieder fünf Einkäufer von Besamungsstationen nach Traunstein. Nach Gesamtzuchtwert waren immerhin zehn Stiere im Angebot, die zu den besten 10 Prozent unter ihren Halbgeschwistern gehören. Bei zwei Stieren kam eine gute Vorschätzung der Exterieurwerte hinzu und das jeweilige Aussehen und die Milchleistung der Mütter war entsprechend gut, sodass hohe Preise erwartet wurden.

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Den ersten Paukenschlag gab es bei dem Zauber-Sohn namens Zukunft aus dem Zuchtbetrieb Geserer aus Axdorf. Bei dem eleganten Zuchtstier aus einer tiefrumpfigen Mandela- Tochter kam es zu einem Winkerduell zwischen Lucas Fritzer von der Bayern Genetik und Andrea Hefner von der Besamungsstation Neustadt, das Letztere schließlich für sich entschied. Nach der genetischen Vorschätzung ist dieser Stier der drittbeste unter 488 getesteten Zauber-Söhnen.

Noch spannender wurde es bei einem Vanadin-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Bernhard Wolfertstetter aus Palling-Gengham. Auch er ist die Nummer 3 von 261 getesteten Vanadin-Söhnen. Bei ihm kommt ein hoher Milchwert für Vanadin-Söhne dazu und eine Mutter, die Ausstellungsqualität besitzt. Das Sahnehäubchen darauf ist die perfekte Präsentation durch den Aufzüchter Hans Ertl aus Genetsham bei Palling. Die Bewertung als bester Exterieurstier des Marktes mit der Körnote 8 in Rahmen, Bemuskelung und Fundament wurde auch von allen Zuchtinteressierten so gesehen. An der Versteigerung beteiligten sich vier Stationen. Zum Schluss lieferten sich noch Hannes Wolf, CRV Deutschland und Benjamin Köhnlein einen Schlagabtausch. Der Ersteinsatz des Stieres wird leider im schwäbischen Zuchtgebiet erfolgen. Fast schon ein Schnäppchen mit 3500 Euro war ein dritter Zuchtstier, den Susanne Böhm für die Besamungsstation Greifenberg steigerte. Züchter dieses Indossar- Sohnes ist Sebastian Picherer aus Urthal, Gemeinde Tacherting. In bewährter Weise wurde er von Josef Deutinger aus Ferteln aus dem Landkreis Erding auf dem Markt angeboten. Natur-sprungstiere erfreuten sich diesmal nicht der reißenden Nachfrage wie beim Februarmarkt. Die zehn Stiere wurden für Preise zwischen 1600 und 2200 Euro versteigert.

Die Preisspanne bei den Zweitkalbkühen lag zwischen 1380 und 2100 Euro. Die teuerste stellte Christian Niederbuchner aus Aiging. Die formschöne und leistungsstarke Kuh mit über 40 Kilo Milchleistung geht nach Niederbayern.

Alle 4 Jungkühe der Wertklasse 1 kosteten über 2000 Euro. Mit 2450 Euro kam die teuerste Jungkuh dieses Marktes ebenfalls aus dieser Wertklasse. Peter Steindlmüller aus Bernau-Kraimoos bot eine gekälpte Sambucco-Tochter mit 31,2 Kilo Milchleistung und bester Melkbarkeit zum Verkauf an. Bei den 32 Jungkühen der Wertklasse 2a erfolgte der Zuschlag bei einem mittleren Versteigerungspreis von 1732 Euro. Der Durchschnittspreis für die zehn Jungkühe der Wertklasse 2 lag bei 1512 Euro. 9 Jungkühe wurden nach Südtirol exportiert. 16 Zuchttiere blieben im eigenen Verbandsgebiet. Das Gros der Tiere ging an bayerische Züchter. Der nächste Kälbermarkt findet Mittwoch den 2. April statt. Der nächste Großviehmarkt ist am 24. April.