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Der teuerste Stier brachte 9600 Euro ein

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Die begeisterten Züchter Hans und Lukas Schederecker aus Zelln bei Schnaitsee mit dem Humpert-Sohn, der für 9600 Euro an Bayern-Genetik ging.

Traunstein – Für einen flotten Versteigerungsverlauf haben die zahlreichen Marktbesucher beim Großviehmarkt des Rinderzuchtverbands Traunstein in der Chiemgauhalle gesorgt. Es zeigte sich, dass die Zuchtviehpreise für Jungkühe anziehen. Zwei Zweitkalbskühe erhielten bei 1900 Euro den Zuschlag. Der mittlere Erlös für die 67 verkauften Jungkühe lag bei 1619 Euro, wobei die sehr gute Qualität für den Preis mit entscheidend war. Von den angebotenen 15 Zuchtstieren wurden 13 verkauft.


Der teuerste Stier des Marktes ging für 9600 Euro an die Bayern-Genetik. Dem Humpert-Sohn ist eine gute Vererbung für Fleisch, Fundamente und Euter prognostiziert. Den Kauf mit beeinflusst hat sicherlich das gute Exterieur seiner Mutter und Großmutter auf dem Betrieb Schederecker in Zelln bei Schnaitsee.

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Aus dem Zuchtbetrieb von Matthias Huber in Ranham bot Aufzüchter Johann Ertl aus Genetsham einen Ilja-Sohn zur Versteigerung an. Der Ilja-Sohn ist der zweitbeste nach Gesamtzuchtwert unter 49 getesteten Ilja-Söhnen. Vom Zuchtziel entspricht er ebenfalls dem Zweinutzungstyp. Für Natursprungstiere wurden Versteigerungspreise zwischen 1700 Euro und 1850 Euro erzielt. Für die fünf Jungkühe der Wertklasse 1 erfolgte der Zuschlag bei durchschnittlich 2060 Euro. Gutes Exterieur, 31 Kilogramm Milch und eine gute Melkbarkeit von 2,5 Kilogramm Milch pro Minute waren für die hohen Preise ausschlaggebend. Ein Spitzenpreis von 2250 Euro ließ sich für zwei Jungkühe der Wertklasse 1 und auch für zwei Jungkühe der Wertklasse 2 a erzielen. Gezüchtet wurden diese Kühe von Gabriele Noichl aus Pettendorf, Micheal König aus Rottau, Martin Hasenöhrl aus Thundorf und Peter Kraller aus Fisching bei Tengling.

Bei weiteren sechs Jungkühen hatten die Käufer einen Versteigerungspreis von über 2000 Euro in Kauf zu nehmen. Bei zwölf Jungkühen erfolgte der Zuschlag zwischen 1800 und 1950 Euro. Allerdings mussten sich auch 13 Verkäufer mit weniger als 1400 Euro Versteigerungspreis zufriedengeben. Es wurde insgesamt sehr qualitätsbewusst gekauft.

Positiv war die hohe Nachfrage aus dem eigenen Gebiet. 31 Zuchttiere wurden diesmal von hiesigen Käufern ersteigert. Weitere neun Stiere, eine Kuh und 41 Jungkühe ersteigerten bayerische Käufer, wobei allerdings 13 Zuchttiere über die Rindervermarktung Bayern, eine Zweigfirma der Bayern-Genetik, nach Baden- Württemberg und Norddeutschland verstellt werden. Durch Viehhandelsunternehmen gehen 17 Zuchttiere ins niederbayerische Zuchtgebiet.

Der nächste Kälbermarkt findet am morgigen Mittwoch statt, der nächste Großviehmarkt ist am Donnerstag, 19. Januar 2017. Anmeldungen sind bis Silvester erwünscht. fb