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Der Skaterplatz bekommt noch eine Chance

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Derzeit ist der Skaterplatz in einem eher desolaten Zustand. Dies soll sich nun durch eine gemeinsame Initiative der Gemeinde und der interessierten Jugendlichen ändern. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Wie gefragt ist der Skaterplatz bei den Teisendorfer Jugendlichen? Was könnte verbessert werden? Und wie verbringen die Jugendlichen am Ort überhaupt am liebsten ihre Freizeit? Zu diesen und ähnlichen Themen brachte eine Umfrage der Jonathan Jugendhilfe unter den Jugendlichen aufschlussreiche Ergebnisse. Sozialarbeiter Tobias Werner präsentierte diese nun im Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss. Zeitnah sollen jetzt unter anderem durch das Aufstellen einer überdachten Sitzgelegenheit erste Verbesserungen am Platz organisiert werden.


Den Rücklauf von insgesamt 212 Fragebögen nannte Bürgermeister Thomas Gasser »sehr erfreulich«. Unter dem Strich zeigte sich, dass 19 Jugendliche mehrmals pro Woche skaten, dass jedoch nur acht davon den Teisendorf Skaterplatz mehrmals wöchentlich nutzen. Werner sieht darin ein »großes Potenzial« und rechnet damit, dass mehr Skater in Teisendorf ihre Freizeit verbringen würden, wenn der Platz attraktiver wäre.

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Abgefragt wurde zunächst die Freizeitgestaltung, wobei die Befragten bis zu fünf Optionen ankreuzen konnten. 148 Mal wurde »Freunde treffen« genannt, 104 Mal »Musik hören«, 85 Mal »Sport im Verein«, 80 Mal »Sport nicht im Verein« und immerhin 76 Mal »zu Hause helfen«. Fernsehen (73 Nennungen) und Computer/Konsole (65) stehen nicht an erster Stelle und Party/Discobesuche mit 37 Nennungen erst relativ weit hinten. Bei den in Erfahrung gebrachten Treffpunkten der Jugendlichen wurde der Jugendtreff nur vier Mal genannt; ebenso erwähnten ihn vier als bevorzugte Freizeitbeschäftigung. Der Skaterplatz ist immerhin schon für acht Jugendliche ein beliebter Treffpunkt. Als Haupt-Treffpunkte wurden jedoch Privaträume (112 Mal), das Schwimmbad (90 Mal), die Schule (85 Mal) sowie je 50 Mal der Sportplatz und die Hütte genannt.

Viele kennen den Platz nicht

Die übrigen Fragen bezogen sich direkt auf den Skaterplatz am Kiesfang an der Straße Richtung Waging. 39 Prozent kennen diesen gar nicht. Acht nutzen ihn mehrmals pro Woche, zehn einmal pro Woche und zwölf nur ein Mal pro Monat. 19 Jugendliche gaben jedoch an, mehrmals pro Woche zu skaten (sie nutzen offenbar größtenteils andere Plätze). 13 skaten ein Mal pro Woche, acht ein Mal pro Monat und 62 weniger als ein Mal im Monat. 98 Jugendliche gaben an, unzufrieden mit der Ausstattung zu sein. Bei den Nutzern gibt es 15 unzufriedene Personen und sechs zufriedene, wobei der Platz Nicht-Skatern auch als Treffpunkt vor Partys am Wochenende dient. Die Anregungen für den Platz waren laut Werner vielfältig. Die meisten hätten sich Sonnenschutz, Abfalleimer, bessere Ausstattung mit sogenannten »Obstacles« (Hindernisse) und mehr Sauberkeit gewünscht.

Grünen-Gemeinderat Edwin Hertlein fand es »bemerkenswert«, dass fast 40 Prozent den Platz nicht kennen. Angesichts der Tatsache, dass es bei einer modifizierten Nutzung eine Leader-Förderung geben könnte, fragte er nach weiteren denkbaren Aktivitäten. Für das zusätzliche Aufstellen eines Basketballkorbs ist der Platz nach Ansicht von Werner aber zu klein. Er plädierte eher dafür, im Sinne der Skater die lediglich zwei »Obstacles« durch weitere Geräte zu ergänzen.

Nach einer kurzen Diskussion einigte man sich darauf, dass baldmöglichst vom Bauhof eine überdachte Sitzbankgruppe aufgestellt wird sowie ein Beton-Müllhäuschen, in dem auch ein Sonnenschirm und ein Kehrbesen eingeschlossen werden können.

Laut Werner wären elf Jugendliche bereit, bei einer Veränderung und Verbesserung des Platzes mitzumachen. Da die Umfrage anonym war, sollen diese nun entweder über den Jugendtreff New Era oder die Schule in Erfahrung gebracht werden. Gasser schlug dann ein Treffen zum Thema Skaterplatz im Jugendhaus vor, zu dem er auch dazu kommen würde. Gut wäre seiner Ansicht nach ein Ansprechpartner bei den Skatern. Eine Verbesserung der Ausstattung wird dann für 2017 angestrebt. Werner schlug vor, sich bei gewerblichen Skateranlagen nach Restposten zu erkundigen, da neue Geräte sehr teuer seien.

Zum Schluss stellte der Bürgermeister fest, Skaten sei dieser Umfrage zufolge nach wie vor ein Thema in der Gemeinde; es lohne sich daher, hier Anstrengungen zu unternehmen. vm

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