weather-image
20°

Der Siegerochse rannte seinem Weiser davon

4.8
4.8
Bildtext einblenden
Manche Ochsen wollten sich nicht so recht nach vorne bewegen. Andere liefen gleich in die verkehrte Richtung. Da waren die Teams gefordert. (Fotos: Adersberger)
Bildtext einblenden
Das Siegerteam: Franz Mayer (Weiser) und Martin Gartner (Reiter) mit Sohn Xaver.

Grassau – Beim achten Ochsenrennen des Rottauer Trachtenvereins »D' Gederer« wurde den vielen Besuchern vieles geboten: spektakuläre Rennen, aber auch Ochsen, bei denen gutes Zureden oder eine Extraportion Futter nichts halfen – sie bewegten sich einfach nicht oder in die verkehrte Richtung. Der Ochse »Bene, der Raketenzerstörer« vom Rennstall Salnerhof gewann mit dem Reiter Martin Gartner überlegen. Er war so schnell unterwegs, dass Weiser Franz Mayer nur hinterherlaufen konnte.


Im Homer Obstgarten, in dem im August immer das Mostfest stattfindet, trafen sich 15 sauber geputzte Ochsen mit den schön maskierten Reitern und Weisern. Auch der Schirmherr, Vereinswirt Daniel Praßberger als Andreas Gabalier, und das frisch vermählte Faschingshochzeitspaar aus Grassau, Wammerl Schoschack mit seiner heißblütigen Brasilianerin Rosita Juanita, mit ihrem Gefolge interessierten sich für die Ochsen. Angeführt von Vorständin Lisi Hilger und der farbenfroh maskierten Rottauer Dorfmusi zogen die Teams mit ihren Ochsen zum Rennplatz am Vereinsstadel. Dahinter marschierten Hunderte von Zuschauern.

Anzeige

Es war eine lustige Faschingsgaudi, zu der die beiden Ansager Miche Mayer und Miche Summerer mit ihren lustigen und humorvollen Kommentaren einen großen Teil beitrugen. Unter den 15 Ochsen waren vier aus umliegenden Ortschaften, nämlich aus Bernau, Übersee, Reit im Winkl und Vachendorf. Der auffälligste und mächtigste war der fünfjährige Pinzgauer-Ochs von Hans Franzenschneider aus Übersee. Ihn begleiteten zwei Fanclubs nach Rottau. Er hatte aber Starallüren: Er war nur bereit mit seiner Mutter im Viehwagen nach Rottau zu fahren.

Ohne Sattel traten die Reiter zum Rennen an, die Treiber ohne Stecken. Die Ochsen hatten lediglich einen Strick um den Bauch gebunden. Zwischen den einzelnen Rennen spielte die Dorfmusi auf, und die feurige Brasilianerin animierte die Besucher zur Laola-welle.

Im Training war der Ochse ein ganz sturer Hund

Bei den Endläufen übertraf »Bene, der Raketenzerstörer« alle, so schnell wie er war noch nie ein Ochse bei einem Rennen in Rottau. Bei der Übergabe des Siegerkranzes zeigte sich der Reiter Gartner sehr überrascht, denn im Training war der Ochse ein ganz sturer Hund gewesen und hatte überhaupt keine Anstalten gemacht, zu laufen.

Auch die folgenden zwei Ochsen zeigten eine gute Leistung, fast ganz ohne Pausen. Den zweiten Platz belegte der Ochse Sepperl mit Reiter Thomas Wagner und Weiser Franz Hilger junior, der dritte Platz ging an den Ochsen Girgl mit dem Reiter Martin Endlicher und dem Weiser Richard Henken. Diese beiden Tiere stammen aus dem Rennstall Mesnerhof, der in den beiden vergangenen Rennen die Siegerochsen stellte. ja