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Der Schwung übertrug sich auf das Publikum

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Die Jugendkapelle Grassau begeisterte unter der Stabführung von Marlene Noichl. (Foto: Flug)

Grassau – Es war ein beachtliches Bild: 61 musizierende Kinder und Jugendliche füllten die Bühne im gut besuchten Heftersaal, als das Jugendkonzert der Musikschule Grassau zu Ende ging. Sechs Musiklehrkräften war es zu verdanken, dass dem staunenden Publikum ein abendfüllendes, vielfältiges Programm geboten werden konnte.


Den stolzen Anfang machte die XXL-Bläserklasse unter der Stabführung von Rupert Kamhuber. Diese Kapelle umfasst 34 Musikschüler aus Grassau, Marquartstein, Reit im Winkl, Bernau und Aschau. Am Vortag des Grassauer Konzerts hatte diese junge Kapelle mit Grundschülern an einem Wettbewerb des Musikbunds von Ober- und Niederbayern für Bläserklassen und Klassenmusizieren teilgenommen und bei 17 teilnehmenden Ensembles den fünften Platz erreicht.

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Das Grassauer Kinderorchester unter der Leitung von Sebastian Krause schloss sich mit 22 Grundschülern an, die eine musikalische »Reise um die Welt« unternahmen. Nach der Pause zog die Jugendkapelle Marquartstein mit ihrem Dirigenten Rupert Kamhuber die Aufmerksamkeit auf sich. Bei diesen schon weiter fortgeschrittenen Musikanten war bereits Mehrstimmiges zu hören, auch solistische Einlagen kamen zur Geltung.

Mit der Jugendkapelle Grassau unter der Leitung von Marlene Noichl setzte sich das Konzert mit mehreren Stücken fort. Die Mehrstimmigkeit fächerte sich immer weiter auf. Hier gab es mit Edvard Griegs »Peer Gynt Suite« mit drei Teilen auch einen beeindruckenden Ausflug in die Klassik. Das Schlussstück »Portugal« bestritten alle 61 Musizierenden gemeinsam.

Das Jugendkonzert der Musikschule, an der schon vor mehr als 15 Jahren das Klassenmusizieren in die pädagogische Arbeit mit dem Ziel möglichst breiter Musikerziehung Einzug hielt, zeigte den Erfolg dieses Vorgehens. Durch Ensemblearbeit erfahren Kinder und Jugendliche wichtige soziale Prozesse, es verbinden sie gemeinsame Erlebnisse, sie lernen musikalische Formen kennen, spornen sich gegenseitig an, und haben nicht zuletzt Spaß. Dass dazu professionelle, engagierte, einfallsreiche, Notenpult schleppende, Stühle arrangierende, nicht mit Lob geizende Lehrkräfte gehören, steht fest. Und war den Besuchern ebenfalls einen Applaus wert. ugr