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Der Regen konnte die Festtagsfreude nicht trüben

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Die Musikkapelle Surberg-Lauter unter der Leitung von Markus Zoff führte den Festzug an. (Fotos: Buthke)
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25 Musikkapellen kamen zum Jubiläum nach Surberg.

Surberg – Mit einem Festgottesdienst und einem Festzug feierte die Musikkapelle Surberg-Lauter am gestrigen Sonntag ihr 140-jähriges Bestehen. Selbst ein kurzer Regenschauer während des Kirchenzugs und des Gottesdiensts konnte die gute Festtagsstimmung unter den vielen Musikanten und zahlreichen Zuschauern nicht trüben.


Den Festgottesdienst hielten der Ortspfarrer Pater Joy Velicakathu und der Ruhestandspfarrer Franz Hohnhäuser aus Neukirchen. Pater Joy wies auf die lange Geschichte der Musikkapelle Surberg-Lauter hin. Das Jubiläum sei ein Grund zur Freude und zur Dankbarkeit für alle, die durch die Musikkapelle begleitet worden seien. Er zählte eine große Palette von Aktivitäten der Musikanten in der Gemeinde auf, die vom Ernst des Lebens bis zur Lebensfreude reichten.

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Er gratulierte im Namen der Pfarrei Surberg zum 140. Gründungsjubiläum. Die Seele einer Gemeinde pulsiere in den Vereinen und Gemeinschaften. Was wäre ein Gemeindeleben ohne Feste? Die Musikkapelle sei Balsam für die Seele eines Dorfs. »Es ist mir ein Herzensanliegen, für den Dienst an der Pfarrei und der Dorfgemeinschaft Dank und Anerkennung auszusprechen«, so Pater Joy. Die Musikkapelle verrichte einen unentbehrlichen Dienst an Gott und an den Menschen.

Die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl war davon beeindruckt, wie viele Leute in der Kapelle heute mitspielen. Vor 140 Jahren sei sie einst von nur neun Musikanten gegründet worden. »Es ist schön, dass so viele junge Menschen mitspielen«, sagte sie. Die Musik verbinde über Kultur- und Sprachgrenzen hinweg und könne in allen Lebenslagen unter-schiedliche Stimmungen – ob traurig oder schön – ausdrücken. Die Musikkapelle sei ein sozialer Bezugspunkt. Sie funktioniere wie alle Gemeinschaften: Einer müsse den Takt angeben, aber alle Instrumente seien gleichberechtigt.

Der Stimmkreisabgeordnete Klaus Steiner sprach der Musikkapelle seinen Dank, seine Anerkennung und seine Wertschätzung aus. »Dies geschieht nicht nur als Abgeordneter, sondern auch als Musikant der Blasmusik Übersee.« Eine Musikkapelle habe vielfältige Funktionen und sei kultureller Bestandteil im Jahreskreis eines Orts. Ebenso seien die sozialen Aspekte wie die Jugendarbeit wichtig. Er dankte den Gründervätern, allen Mitgliedern, die die Musikkapelle über schwierige Zeiten mit zwei Weltkriegen erhalten haben, sowie denjenigen, die heute für die Musikkapelle verantwortlich sind.

Nach dem Gemeinschaftsspiel aller Musikanten formierte sich der Festzug durch Lauter mit über 1000 Teilnehmern. Es beteiligten sich 25 Musikkapellen. Die weiteste Anreise hatte die Musikkapelle St. Valentin-Landschach aus Niederösterreich, mit der die Musikkapelle Surberg-Lauter seit 25 Jahre eine enge Freundschaft pflegt. Aufgelockert wurden die Musikkapellen von den Ortsvereinen mit ihren Fahnen, den Schäfflertänzern der Kolpingfamilie Traunstein, deren Auftritte die Musikkapelle Surberg-Lauter musikalisch begleitete, den Ehrenkutschen und Festwagen, sodass den zahlreichen Zuschauern ein bunter, dem Anlass angemessener Festzug geboten wurde. Bjr