weather-image
21°

Der Preis für das Trinkwasser bleibt stabil

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Gebühren für das Trinkwasser im Bereich der Wasserversorgung der Harter Gruppe sollen 2013 nicht verändert werden.

Chieming. Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Harter Gruppe verabschiedete den Haushalt 2013. Verbandsvorsitzender Siegfried Engl erläuterte das Zahlenwerk. Vorgesehen sind darin unter anderem die Sanierung einer Hauptleitung in Knesing am Sackländerweg und die Verbesserung der Leitungen in Höpperding und in Arlaching im Waldweg. Der Verwaltungshaushalt umfasst 742 750 Euro, der Vermögenshaushalt 216 000 Euro. Eine Darlehensaufnahme ist nicht vorgesehen.


Die Wasserverluste im vergangenen Jahr betrugen nach Abzug des Verbrauchs für die Leitungsspülungen 6,5 Prozent. Das wurde als erfreuliches Ergebnis bezeichnet. Außerdem hat der Verband im vergangenen Jahr um 6000 Kubikmeter Wasser mehr verkauft als 2011.

Anzeige

Siegfried Engl gab auch den Bericht der örtlichen Rechnungsprüfung für das Jahr 2011 bekannt. Nachträglich genehmigt wurden die über- und außerplanmäßigen Ausgaben des Haushaltsjahres 2012. Geschäftsleiter Thomas Kehr beleuchtete die Gebührenkalkulation für die Jahre 2009 bis 2012 und stellte fest, dass man eine Kostendeckung erzielt habe. Die Gebühren von 80 Cent pro 1000 Liter Trinkwasser bleiben unverändert. Die Untersuchungen im vergangenen Jahr bestätigten wieder die ausgezeichnete Qualität des aus den fünf Brunnen der Harter Gruppe geförderten Wassers. Alle Grenzwerte wurden erheblich unterschritten. Auf Anfrage der Gemeinde Chieming wurde eine Zweckvereinbarung ausgearbeitet, die in erster Linie eine Rufbereitschaft außerhalb der Dienstzeiten sicherstellen soll. Vereinbart wurde, dass der Zweckverband im Rahmen des bestehenden Notdienstes auch für die Abnehmer der Wasserversorgung der Gemeinde Chieming erreichbar ist, damit eventuelle Störungen rasch behoben werden.

Ein weiterer Punkt ist die geplante Liberalisierung der Wasserdienstleistungen durch die Europäische Union. Der Zweckverband ist derzeit nicht betroffen, hieß es. Man werde sich aber auch künftig dafür einsetzen, dass das Trinkwasser nicht für kommerzielle Zwecke und kurzfristige hohe Gewinne zu Lasten einer sinkenden Qualität und Versorgungsstruktur missbraucht wird.

Auch auf bayrischer Ebene könne im neuen Landesentwicklungsprogramm der einzige Satz zum Trinkwasser: »Grundwasser soll bevorzugt der Trinkwasserversorgung dienen« so nicht hingenommen werden. Die öffentliche Trinkwasserversorgung solle als fester Bestandteil der Daseinsvorsorge in kommunaler Verantwortung bleiben.

Der Zweckverband jedenfalls will auch weiterhin durch den Austausch von defekten oder undichten Leitungsteilen den Wasserverlust so gering als möglich halten.