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Der Platz am Württemberger Hof soll saniert werden

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Über eine Sanierung des Platzes am Württemberger Hof in Traunreut diskutiert der Stadtrat seit Jahren. Jetzt wurde die Planung konkretisiert, die Sanierung des Platzes mit Einbeziehung der angrenzenden Grundstücksflächen soll bereits im nächsten Jahr erfolgen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Württemberger Hof in Traunreut galt einst als angesehener Hotel- und Gaststättenbetrieb. Beim Bau des Gebäudes 1968 war auch ein ansprechender Platz als Ruhepol für die Gäste und Treffpunkt der Bewohner angelegt worden. An dem Platz hat aber inzwischen der Zahn der Zeit genagt. Jetzt wurde die Planung konkretisiert, die Sanierung des Platzes mit Einbeziehung der angrenzenden Grundstücksflächen soll bereits im nächsten Jahr erfolgen.


Seit Jahren diskutiert der Traunreuter Stadtrat über eine bauliche Verbesserung des Platzes und der angrenzenden Grundstücksflächen. Zuletzt standen 2013/2014 im städtischen Haushalt 20 000 Euro für erste Planungen und Vermessungsarbeiten bereit, und das Planungsbüro Schöbel-Rutschmann wurde mit einer Untersuchung der Möglichkeiten und Umplanung des Platzbereichs beauftragt. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass eine Umgestaltung ohne die Einbeziehung der unmittelbar angrenzenden Flächen anderer Eigentümer wenig Sinn machen würde. Rund 56 Prozent der Fläche befindet sich im Privatbereich, der Rest ist städtisches Gelände.

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Eine erste Anwohnerbesprechung sei, wie Sören Schöbel-Rutschmann in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses erklärte, sehr positiv verlaufen. Für den Konzeptentwurf habe es sogar Applaus gegeben. Vor allem bei den Gewerbetreibenden im Erdgeschoß des ehemaligen Hotels sei das Konzept auf großes Interesse gestoßen.

Nach Angaben des Architekten sei die Bausubstanz des befestigten Platzes noch erstaunlich gut erhalten. So ließen sich Teile der dort vorhandenen Betonplatten auch wieder verwenden und in eine »behutsame Neugestaltung« mit einer Pergola, einem Sandspielplatz für Kinder, Sitzmöglichkeiten oder einem Schach- beziehungsweise Backgammonfeld, wieder integrieren. Der Platz könnte auch durch beleuchtete Stelen und einen Brunnen oder eine Wasserskulptur eine Aufwertung erfahren. Vorgesehen ist darüber hinaus, den Baumbestand zu erhalten und gegebenenfalls zu ergänzen.

Die geschätzten Gesamtkosten, inklusive Planungskosten, liegen bei rund 345 000 Euro. Das Gremium schien von dem Konzept sehr angetan und segnete mit Ausnahme von Bernhard Seitlinger (CSU) den Beschlussvorschlag der Verwaltung ab, auf der Grundlage der vorgestellten Planung und Kosten, die Sanierung durchzuführen. »Es ist höchste Zeit, dass was gemacht wird«, forderte Paul Obermaier (FW). Seit er im Stadtrat sitze, seit nahezu 20 Jahren, werde über eine Sanierung des Platzes diskutiert. Die Vermutung von Bürgerlisten-Chef Sepp Winkler, dass die Anwohner durch die Belebung des Platzes auch eine gewisse Lautstärke in Kauf nehmen müssten, teilte Bürgermeister Klaus Ritter nicht. »Ich habe keine große Sorge, dass es zu laut wird.«

Günther Dzial (SPD) erinnerte daran, dass er den Platz früher als sehr angenehm empfunden habe. Allerdings habe es damals auch noch Geschäfte gegeben, die mittlerweile fast alle geschlossen haben. Nach Auffassung des Architekten könnte die Sanierung des Platzes durchaus dazu beitragen, dass sich dort wieder Geschäfte ansiedeln. Vorstellbar wäre beispielsweise auch eine Apotheke, um die Nahversorgung in diesem Wohngebiet wieder zu beleben.

Eine detaillierte Planung, die mit den betroffenen Eigentümern nochmal besprochen werden soll, soll noch heuer fertig werden. Vorgesehen ist, das Projekt dann im nächsten Jahr anzugehen. ga