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Der Nikolaus kam im Rettungshubschrauber

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Bereits zum dritten Mal lud die Mannschaft von »Christoph 14« Kinder, die in diesem Jahr mit dem Hubschrauber transportiert oder versorgt wurden, in den Hangar auf dem Dach des Traunsteiner Klinikums ein und präsentierte einen besonderen Gast, der aus der Luft einschwebte: den Nikolaus.

Traunstein. Laura, Carlo und Kilian sind drei von etwa 160 Kindern, die in diesem Jahr die Retter aus der Luft dringend benötigten: sie wurden nach einem Notfall innerhalb von wenigen Minuten von der Mannschaft des Rettungshubschraubers »Christoph 14« versorgt und viele von ihnen ins Traunsteiner Klinikum geflogen. Wie aber verarbeiten Kinder solche Erlebnisse? Um hier eine kleine Hilfestellung zu geben, lud die Mannschaft von »Christoph 14« viele der kleinen Patienten auf den Hangar des Traunsteiner Klinikums ein, wo es für sie eine Überraschung gab: Der Nikolaus kam mit dem Hubschrauber angeflogen. Er ging mit den Kindern in den warmen Hangar, wo er sich lange und intensiv mit jedem der früheren Patienten unterhielt, bevor sie mit einem kleinen Säckchen voller Süßigkeiten und Spielzeug beschenkt wurden.


»Hab ja leider nichts gesehen während des Fluges«, erinnert sich der fünfjährige Carlo aus Unterwössen. Eine Wespe hatte den Kleinen im September während des Spielens im Kindergarten am Kopf gestochen und sofort schwoll das Gesicht zu. Mit dem Rettungshubschrauber wurde er ins Klinikum gebracht. Jetzt, am Hangar des Hubschraubers, wollte er genau wissen, wie »Christoph 14« von innen aussieht. Laura aus Rottau kann sich an den Hubschrauberflug nicht mehr erinnern. Beim Fangen-Spielen im Mai war sie gestürzt und mit dem Kopf auf einen Betonboden geknallt. Ihre Mutter Claudia begleitete die Kleine im Hubschrauber und kann sich nur an die Hochwasserbilder aus der Luft erinnern. »Es war im Inneren laut, ich war sehr angespannt, aber die Mannschaft war nett und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt.« Kilian aus Übersee hatte auf seinem Schulweg mit dem Rad vor wenigen Wochen bei einem Unfall mit einem Auto mehrere Verletzungen erlitten. Im Hubschrauber war ihm übel »und alles hat mir wehgetan – mehr weiß ich nicht mehr.« Jetzt, nach der Nikolausbescherung, wollte er wissen »wie ich da im Hubschrauber gelegen bin. Und da hab ich mir gedacht, eigentlich hätte ich tot sein können.«

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