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Der neue Unterwirt soll Ende Oktober fertig sein

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Die Sanierungsarbeiten beim ehemaligen Gasthof Unterwirt in Chieming gehen gut voran. Bürgermeister Benno Graf erwartet die Fertigstellung Ende Oktober. (Foto: Humm)

Chieming – Groß war das Interesse an der Bürgerversammlung in der Aula der Grund- und Mittelschule, denn die Bürger erwarteten sich Informationen über die weitere Entwicklung des Bauprojekts Unterwirt. »Saal und Gasthaus beim Unterwirt wird es weiterhin geben«, informierte Bürgermeister Benno Graf. Es werde kein separates Bettenhaus geben.


Der alte Küchentrakt wurde bereits abgerissen, an gleicher Stelle erfolgt der Neubau eines Gastraums und der neuen Küche. Der Neubau erhält ein Walmdach mit Erhöhung der Dachneigung von bisher 25 auf nun 36 Grad und mit Einbau von Gauben. Veränderungen gibt es auch beim Eingang zum Saal an der Nordostseite mit einem Flachdach. Des Weiteren entstehen im Obergeschoß des neuen Gasthauses mehrere Wohnungen. Das Dachgeschoß wird mit Einraum-Appartements ausgestattet. Geplant ist auf der Westseite des Saals auch eine Terrasse.

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Veränderungen gibt es auch am Nebengebäude, das künftig das Brauhaus sein wird. Dieses soll laut Bürgermeister bis auf das Gewölbe abgebrochen und an gleicher Stelle neu gebaut werden. Dabei erhöht sich die seitliche Wandhöhe um 1,75 auf 7,82 Meter. Zudem erfolgt noch eine Gebäudevergrößerung auf der Südwestseite um 95 Quadratmeter.

Das Erdgeschoß soll nach Fertigstellung als Dorfladen mit Schaubrauerei und Ausschank genutzt werden, im Obergeschoß werden Doppelzimmer und Seminarräume erstellt. Eine Nutzung erhält auch das Dachgeschoß mit 15 Doppelzimmern. Weiter sagte Graf, es werde 86 Stellplätze geben, 13 davon in Garagen, 30 in Carports und zwei Busstellplätze. Die Fertigstellung erwartet der Bürgermeister gegen Ende Oktober.

Das generalsanierte und bereits bezogene Rathaus nannte der Bürgermeister ein leistungsfähiges Servicezentrum für die Zukunft, das in nur 18 Monaten gebaut wurde. Es gebe Büroflächen mit Entwicklungspotenzial, so könne später auch das Dachgeschoß ausgebaut werden. Gegenwärtig gebe es 900 Quadratmeter Büro- und Verkehrsflächen im Erd- und Obergeschoß. Weitere 500 Quadratmeter umfassten das Archiv und technische Installationen. Die Innengestaltung sei lichtdurchflutet und transparent.

Im Rathaus gibt es auch einen Trauungsraum und hochmoderne Medientechnik. Zudem sei es barrierefrei. So gebe es einen Aufzug, öffentliche Toiletten im Rathaus und außerhalb. Und es sei mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Das neue Rathaus sei umweltfreundlich – die Beheizung erfolge mit Wärmepumpe, es habe eine optimal gedämmte Gebäudehülle. Die Kosten bezifferte Graf mit 3,5 Millionen Euro. Nach Fertigstellung der Außenanlagen sei eine Einweihungsfeier mit Tag der offenen Tür geplant am Freitag, 12. Mai.

Zur Sanierung des Gemeindekindergartens und des Vereinsheimes an der Egerer Straße sagte Graf, die Bauarbeiten sollten Anfang April beginnen und etwa im November beendet sein. Die Kosten schätzte Graf auf 1,08 Millionen Euro – Kindergarten rund 800 000 Euro, Vereinsheim mit Musikverein und Trachtenverein um die 275 000 Euro. Für den Kindergarten werde es Zuschüsse geben. Die Sanierung des Kindergartens werde in zwei Schritten erfolgen, sodass jeweils ein Gebäudeteil nutzbar bleibt. Außerdem werden vorsorglich noch zwei Räume im Haus des Gastes zur Verfügung gestellt. Fenster und Türen werden ausgetauscht, Schallschutzdecken eingebaut, die Sanitärräume erneuert wie auch die Barrierefreiheit mit einem Aufzug hergestellt.

Zur Ortsumgehung sagte Graf, dass der Gemeinderat bisher noch keine Entscheidung für oder gegen den Bau in kommunaler Baulast getroffen hat. Er erinnerte an das knappe Ergebnis der Bürgerbefragung mit gerundet 51 zu 49 Prozent, die sich also mit einer knappen Mehrheit für eine Ortsumgehung ausgesprochen haben. Graf sieht aufgrund dieses knappen Ergebnisses derzeit keinen eindeutigen Auftrag, kündigte jedoch in absehbarer Zeit an, mit dem Gemeinderat nach Lösungen zu suchen. OH