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Der neue Kinderhort in Kammer wurde eingeweiht

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Die neuen Räume für die Hortbetreuung im Kindergarten Kammer wurden am Mittwoch eingeweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Unser Bild zeigt links Pastoralreferent Robert Hintereder und daneben Dekan Peter Bertram bei der Weihe des Anbaus.

Traunstein – Der Anbau für die Hortbetreuung an den Kindergarten in Kammer wurde am Mittwoch im Rahmen einer kleinen Feierstunde eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben.


Das Bauvorhaben hat knapp 600 000 Euro gekostet, von denen die Stadt gut die Hälfte als Fördermittel des Staates erstattet bekommt. Der Anbau wurde in nur fünf Monaten Bauzeit errichtet.

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Mit ihm wolle man den Bildungsstandort Kammer weiter ausbauen, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Die rund 25 Kinder der Hortgruppe seien bisher in sogenannten Wohnraumzellen untergebracht gewesen. Nicht nur mit diesem Projekt untermauere die Große Kreisstadt ihren Anspruch, kinder- und bildungsfreundlich zu sein. »Wir investieren in die Bildung, auch wenn das eine finanzielle Herausforderung ist«, sagte der Oberbürgermeister. Er nannte als weitere Maßnahmen die bereits vollendete Erweiterung der Ludwig-Thoma-Volksschule, den Ausbau der Franz-von-Kohlbrenner-Hauptschule und den Ausbau bzw. die Sanierung der Schule in Haslach. Kegel würdigte dem Stadtrat, der das Geld für diese Bildungsprojekte ohne Diskussion bereitgestellt hat.

Traumhafter Blick in die Berge

Auf den Hortanbau eingehend freute er sich, dass die Räume so hell, freundlich und funktionell gestaltet wurden. Man habe einen traumhaften Blick in die Berge und die Außenanlagen mit den Spielgeräten seien bei den Kleinen »der Renner«. Kegel würdigte besonders die Arbeit von Architektin Helga Meinel und hob die harmonische Zusammenarbeit zwischen ihr, der Stadtverwaltung und den Handwerkern hervor.

Rektor Clemens Gruber von der Ludwig-Thoma-Grundschule sagte, die Stadt sei aus der Sicht der Schule gut beraten gewesen, hier in Kammer zu investieren. Mit der Nachmittagsbetreuung werde die Attraktivität des Standortes aufgewertet.

Die kirchliche Weihe nahmen für die Evangelische Kirche Dekan Peter Bertram und für die Katholische Kirche Pastoralreferent Robert Hintereder vor. Der Hort solle ein Ort der Begegnung sein, an den die Kinder später einmal gute Erinnerungen haben sollen, sagte Hintereder. Mit Blick auf die große Schar von Kindern, die an der Einweihungsfeier teilnahmen und sie aktiv mit Liedern und Gedichten mitgestalteten, sagte Dekan Bertram, »jedes Kind ist ein Zeichen, dass Gott die Lust am Menschen nicht verloren hat«. Als Geschenk hatten die Kirchenvertreter eine Kinderbibel mitgebracht.

Perfektes Zusammenspiel zwischen Stadt und Einrichtungsleitung

Architektin Helga Meinel freute sich vor allem darüber, dass in den nur fünf Monaten Bauzeit alles unfallfrei verlaufen sei. Die meisten am Bau beteiligten Firmen seien aus Kammer bzw. aus der näheren Umgebung. Die Zusammenarbeit mit diesen habe ebenso perfekt geklappt wie die mit dem Stadtbauamt: »Es war ein hervorragendes Zusammenspiel mit Stadt und Kindergartenleitung.«

Eingangs hatte Kindergartenleiterin Dorothee Weiß ihre Freude darüber geäußert, dass Kindergarten und -hort nun zu einer Kindertagesstätte zusammengewachsen seien. Sie und ihre Mitarbeiter zeigte den Gästen, darunter Stadtratsmitglieder und Vertreter von am Bau beteiligten Firmen, die neuen Räume, in denen sich die Kleinen sichtlich wohlfühlen. Die Kinder hatten in einem kleinen Beitrag auch formuliert, was ihnen daran besonders gefällt und mit am wichtigsten sind ihnen offenbar die eigenen Toiletten. Als Dank übergaben sie an das Stadtoberhaupt und die Architektin große, selbst gebackene Keksherzen und an alle anderen Gäste kleine Herzen aus Mürbteig. -K.O.-

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