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Der Musikunterricht in Traunstein wird teurer

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Zwei Themen im Stadtrat: Die Gebühren der Musikschule (links im Bild) werden um rund sechs Prozent angehoben. Für den Erweiterungsbau der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule wurden weitere Aufträge vergeben. (Foto: Reiter)

Traunstein – Verschiedene Aufträge wurden in der jüngsten Stadtratssitzung vergeben. Die Firma Swietelsky wird bereits kommende Woche an der Vonfichtstraße mit den Kanal- und Straßenbauarbeiten beginnen. Außerdem ging es im Traunsteiner Stadtrat um Arbeiten an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule und der Klosterkirche. Zum wiederholten Mal Thema war auch das geplante Baugebiet in der Daxerau.


Mit 17 zu 6 votierten die Stadträte für die Aufstellung eines Bebauungsplans »Daxerau« zur Festsetzung eines allgemeinen Wohngebiets. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Entwurf des Bebauungsplans unter Einbeziehung der vorliegenden Gutachten auszulegen und die Stellungnahmen der Behörden sowie der Öffentlichkeit einzuholen.

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»Wir waren zu einem früheren Zeitpunkt dafür«

Gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans votierten die Grünen und die Traunsteiner Liste. »Wir waren zu einem früheren Zeitpunkt dafür«, sagte Dr. Thomas Graf. Aber da sei die Bebauung auch noch in deutlich geringerem Umfang geplant gewesen. Das, was nun geplant sei – die Chiemgau Concept GmbH und Co. KG möchte in der Daxerau im Bereich des ehemaligen Tenniscenters 13 Gebäude mit rund 120 Wohnungen errichten – gefalle der Traunsteiner Liste nicht, betonte Dr. Thomas Graf. Und auch Winfried Schott (Grüne), sagte, dass seine Fraktion es nicht für gut halte, in diesem Bereich »eine größere Wohnbebauung« zu planen.

Keine Gegenstimmen gab es bei der Erhöhung der Musikschulgebühren zum kommenden Schuljahr 2018/2019. Diese steigen um rund sechs Prozent. »Damit orientiert sich die Musikschule am Gebührenniveau der Musikschulen im Landkreis«, wie es hieß.

Dass die Traunsteiner Musikschule sehr beliebt ist, belegen die Zahlen: 2003 hatte sie 366 Schüler, 2016 1054 Schüler. Die Deckungslücke betrug laut Stadt 287 000 Euro. Deshalb wurde vorgeschlagen, die Gebühren im Schnitt um rund sechs Prozent zu erhöhen. Die bereits erhobene Pauschale in Höhe von 15 Euro pro Schüler wird künftig als »Bearbeitungsgebühr« in der Gebührenordnung verankert. Sie ist einmal jährlich zu Beginn des Schuljahres zu leisten, Familien bezahlen diese Pauschale aber nur für das erste Kind.

Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein

Einhellig stimmte der Stadtrat auch den Vorentwurfsplanungen für den Neubau der Kindertageseinrichtung mit Familienzentrum an der Vonfichtstraße zu (wir berichteten). Baubeginn ist für das Frühjahr 2019 geplant, die Inbetriebnahme soll ein Jahr später sein. Die Kosten für den Neubau werden auf 2,95 Millionen Euro geschätzt.

Ein weiteres Bauprojekt in dem Gebiet betrifft die Kanalarbeiten an der Vonfichtstraße. Ab Montag wird der erste Abschnitt von der Rupertistraße bis zur Karl-Merkenschlager-Straße in Angriff genommen, im kommenden Jahr die Vonfichtstraße von der Karl-Merkenschlager-Straße bis zur Kardinal-Faulhaber-Straße sowie die Parzingerstraße. Die Arbeiten wurden vom Stadtrat an die Firma Swietelsky Baugesellschaft mbH als kostengünstigsten Bieter vergeben. Die Kosten teilen sich wie folgt auf: Kanalbau rund 308 000 Euro, Straßenbau rund 245 000 Euro.

Im Zeitplan sind die Bauarbeiten zur Erweiterung der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule. Der Speisesaal im Erdgeschoß soll eine Verdunklungsanlage bekommen. Der Stadtrat billigte einhellig die Vergabe an die Firma Braun GmbH & Co. KG aus Siegsdorf für einen Preis von rund 16 100 Euro.

Vergeben wurden auch folgende Aufträge für die Klosterkirche: Gewerk Schlosser/Geländer für rund 147 000 Euro an die Firma Metallbau Wallner aus Prien, Gewerk Möblierung festeingebaut an die Firma Wolfgang Osenstätter aus Traunstein zu einen Preis von rund 85 000 Euro, Gewerk Möblierung Ausstellungswände an die Firma »Kub2« aus Wien zu einem Preis von rund 77 000 Euro und das Gewerk Malerarbeiten im Inneren an die Firma Hans Huber aus Saaldorf-Surheim zu einem Preis von knapp unter 80 000 Euro. Zugestimmt wurde auch einem Nachtrag in Höhe von 15 600 für das Gewerk »Tischler, Fenster, Türen«. Zur Begründung hieß es unter anderem, dass die Fenster aufgrund der schlechten Substanz komplett mit Stock ausgebaut werden mussten.

49 000 Euro mehr für Restaurierung

Zu Beginn der Sitzung hatte Oberbürgermeister Christian Kegel informiert, dass bei der Restaurierung der Innenschale der Klosterkirche die Trockenreinigung laut Experten nicht ausreichend sei. Von einer zusätzlichen Reinigung erhoffe man sich nicht nur eine bessere Gesamtoptik, sondern auch, dass die notwendigen Retuschearbeiten geringer ausfallen. Das Nachtragsangebot einer Spezialfirma beläuft sich laut Kegel auf rund 49 000 Euro. Das ursprüngliche Angebot habe bei rund 86 000 Euro gelegen. Durch den Nachtrag belaufe sich das Gewerk »Restaurierung der Innenschale Klosterkirche Denkmal« also auf rund 135 000 Euro. KR