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»Der Milchmarkt brennt«

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Die Bauern machten mit dem Mahnfeuer und Plakaten auf ihre schwierige Lage aufmerksam. (Foto: Albrecht)

Waging am See – Der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat mit Mahnfeuern unter dem Thema »Der Milchmarkt brennt« auf die prekäre Situation der Milchbauern aufmerksam gemacht. So auch in unserer Gegend. Rund 70 Milchbauern kamen nach Sträubl bei Waging, um bei einem dieser Feuer ihre missliche Lage zu diskutieren.


Kritisiert wurde, dass die Frage unbeantwortet bleibt, in welche Richtung die Milchpolitik steuere. Milch sei immerhin ein wichtiges Grundnahrungsmittel, meinten die Versammelten. Der Bauernverband setze weiter auf Exportsteigerungen, obwohl deutsche Bauern durch die klimatischen und landschaftlichen Gegebenheiten einfach nicht in der Lage seien, mit Milchproduzenten in anderen Teilen der Welt effektiv zu konkurrieren. Die Politik verschanze sich hinter Absichtserklärungen, aber passieren tue nichts Konkretes.

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Die weiteren Mahnfeuer in Teisendorf, Leobendorf und Schnaitsee wurden von starken Regengüssen beeinträchtigt. Nur in Wagneröd bei Oberteisendorf loderten die Flammen lichterloh und auch Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser war anwesend, um mit den Milchbauern zu diskutieren. Bei allen Veranstaltungen wurden Botschaften des BDM an seine Mitglieder verlesen, die sowohl die Probleme der Milcherzeuger als auch wichtige Lösungsansätze dazu aufzeigten. al