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»Der lachende Erbe« ein Volltreffer

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Turbulent geht's zu in dem Stück »Der lachende Erbe« des Bauerntheaters des GTEV »Surtal« Lauter. Unser Bild zeigt (von links) die Dorfratschn Huberin, die sich von Xaver Lugauer vor den Trümmern der »reichen Erbschaft« in Form einer himmelblauen Bettstatt gehörig die Meinung sagen lassen muss. Die Magd Moni und der Knecht Lenz sowie Lugauers Tochter Sepherl und seine Schwester Theres verfolgen gespannt den Dischkurs.

Surberg – Ein großartiger Start in die Spielsaison gelang dem Bauerntheater des GTEV »Surtal« Lauter mit der Komödie »Der lachende Erbe« von Max Ferner und Wilhelm Köhler im Wirtshaus Lauter.


Angespornt von spontanen Szenenapplaus und begeisterten Zwischengelächter liefen die Darsteller um Titelfigur »Xaver Lugauer«, meisterlich verkörpert von Stephan Eglseer, zur Höchstform auf und durften sich nach dem Schlussvorhang über einen rauschenden Schlussapplaus freuen. Am morgigen Freitag sowie am Sonntag wird das Lustspiel nochmals aufgeführt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten für die Freitagsvorstellung können noch telefonisch unter 0171/24 66 188 (von 19 bis 20 Uhr) reserviert werden. Die Vorstellung am Palmsonntag ist bereits ausverkauft.

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Kurz zum Inhalt des Stücks: Der verwitwete Kleinhäusler Xaver Lugauer lebt mit seiner Tochter Sepherl (Ines Schmid), seiner Hauserin Moni (Irene Maierhofer) und dem Knecht Lenz (Thomas Maier) auf einem kleinen heruntergekommenen Anwesen in Dinkelsried. Es herrscht akute Geldnot und das Wasser steht ihm deswegen schon bis zum Hals: Es fehlt das Geld für die Reparatur des maroden Stalldaches, bei seinem Erzfeind und Hauptgläubiger Vitus Wieringer (Martin Zillner) hat er 2000 Mark Schulden und Dank Schuster Deininger (Stefan Burghartswieser) muss er künftig wohl »strumpfsockert« rumlaufen, weil der Schuster ihm seine neuen Stiefel ohne Barzahlung nicht geben will.

Wie gerufen kommt da die Nachricht einer vielversprechenden Erbschaft seiner Schwester Theres (Marlies Lang). Diese Neuigkeit verbreitet sich durch die Dorfratschn Huberin (Gitta Winkler) wie ein Lauffeuer im ganzen Dorf. Alle sind Lugauer plötzlich wohlgesonnen und die Zahl der neuen »Freunde« und Gönner wächst schlagartig. Bürgermeister Rieder (Alfred Huber) leiht ihm 2000 Mark als Überbrückung bis zur Erbauszahlung, der Schuster bringt die neuen Stiefel ohne Bezahlung ins Haus, Wieringer will plötzlich immer schon Theres geliebt haben und sie jetzt heiraten, der Pfarrer von Dinkelsried bittet um ein paar Hundert Mark Spende für die Kirchenrenovierung,  aber das tatsächliche Erbe besteht lediglich aus einer himmelblauen Bettstatt. Guter Rat ist nun teuer. Doch anstatt das Dorf darüber aufzuklären, belässt Lugauer alle in dem Glauben der opulenten Erbschaft.

Welche Turbulenzen sich daraus entwickeln und wie die lustige Geschichte schließlich ausgeht, klärt sich während der Aufführungen. fb

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