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Der »Kampfgockel« im Eisenärzter Bauerntheater

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Der Moserhof-Bauer wird getröstet von seiner Frau Rosi (Peter Daubner, Karin Hasselberger), Dorfdetektiv Simmerl Schnell (Martin Tiefenbacher) beobachtet die beiden.

Siegsdorf. Lachen garantiert ist bei dem Stück »Kampfgockel vom Moserhof«, das das Eisenärzter Bauerntheater noch achtmal aufführt. Nächster Termin ist der kommende Dienstag um 20 Uhr.


In dem Lustspiel dreht sich alles um Hahn Sultan. Er ist der   ganze Stolz des Bio-Bauern, Pfarrgemeinderats- und Fremdenverkehrsvorsitzenden Friedl Moser – bestens von Peter Daubner verkörpert, der der Hauptrolle eine erfrischende Glaubwürdigkeit verleiht. Das ganze Dorf ärgert sich schon über den gemeingefährlichen Hahn, genauso wie Mosers freundliche, aber dennoch energische Frau Rosi, dargestellt in bekannter Bravour von Karin Hasselberger.

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Ein Highlight auf der Bühne ist Bibiane Kastner, die der Rolle der sehr neugierigen und geschwätzigen Pfarrersköchin Babett so viel Schwung und Leben verleiht, dass es eine Freude ist zuzusehen, wie auch sie unter dem Gockel leidet. Dabei wird sie immer wieder vom Pfarrer erwischt, der sie in strengem Ton ermahnt, sich nicht andauernd auf dem Hof der Mosers aufzuhalten. Dieser Figur wird Darsteller Erich Hasselberger nur allzu gerecht, er verleiht der Rolle die nötige Autorität und geistliche Ausstrahlung.

Das Liebespaar, Mosers Tochter Gabi und Postbote Matthias, wird ausgezeichnet gespielt von den beiden Jungdarstellern Conny Kübler und Thomas Mayer, die ihre Liebe vorm Moserbauern geheim halten, da der sich doch einen reichen Bauern als Schwiegersohn wünscht. Für viele Lacher sorgt Valentin Horn als Mesners Loisl, dem lustigen und leichtsinnigen Nachbarn des Moserbauern, mit viel Charme und Leben, sodass kein Auge trocken bleibt. So zum Beispiel bei seinen Annäherungsversuchen an die Malerin Ute Wirklich, welche von Alexandra Scheck gekonnt in Szene gesetzt wird und mühelos die überspannte Künstlerin mimt.

Am Morgen ist das Chaos perfekt...

Als am nächsten Morgen herauskommt, dass versucht wurde bei Babett zu fensterln und am »Tatort« Mosers Trachtenjacke gefunden wird und auch noch Sultan spurlos verschwunden ist, ist das Chaos komplett. Der Bio-Bauer kann sich nämlich an nichts mehr erinnern. Da tritt Dorfdetektiv Simmerl Schnell auf den Plan. Der selten Nüchterne wird bravourös von Martin Tiefenbacher gespielt, der Simmerl eine urkomische Note verleiht, die viele zum Lachen bringen wird. Ob der »Fall« nun gelöst werden kann?

Eine Antwort auf diese Frage bekommt man bei den jeweiligen Aufführungen: Nächste Woche am Dienstag und am Mittwoch, außerdem am 20. und 21. August sowie am 3., 4., 17. und 18. September. Karten gibt es bei Edeka Guggelberger und im Verkehrsamt Siegsdorf. F.Sch.

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