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Der Inzeller Verkehrsverein erweitert sein Tätigkeitsfeld

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Zu seiner Wahl zum neuen Beauftragten für Heimatkunde gratulierte Vorsitzender Alfons Schrittenlocher (Mitte) in der Versammlung Herbert Öttl (links). Neues Ausschussmitglied ist Gebhard Baueregger. (Foto: Bauregger)

Inzell. Ohne Gegenstimme beschlossen die Mitglieder des Verkehrsvereins Inzell, in der kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung, die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes um den Bereich Heimatpflege und die Umbenennung in »Verkehrs- und Heimatverein Inzell e.V.«. Bürgermeister Martin Hobmaier informierte die Versammlungsteilnehmer unter anderem über die Entwicklung im Tourismusbereich und rund um das ehemalige Hotel Post.


Wie wichtig die Arbeit des Inzeller Verkehrsvereins in der Gemeinde und im Tourismusbereich eingestuft wird, zeigte sich in der Anwesenheit des Bürgermeisters Martin Hobmaier, seines Stellvertreters Hans Egger und des Leiters der Inzeller Touristik GmbH (ITG) Gerhard Steinbacher.

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Klare Absage an die »Chiemgau Card«

Nach dem Gedenken an die drei im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder ging Vorsitzender Alfons Schrittenlocher auf die markanten Termine im Jahr 2012 ein. Aufgrund einer EU-Richtlinie darf nur die Gemeinde allein, Gesellschafter der ITG sein. Aus diesem Grund wurden die bisherigen Gesellschafter wie Wirte-, Gewerbe- und Verkehrsverein aus der Gesellschaft ausgegliedert und die Einlagen von der Gemeinde zurückgezahlt. Allen drei Vereinen wurde aber von der Gemeinde ein Beirats- und Beratungsrecht eingeräumt.

Eine klare Absage erteilte der Vorstand der Planung einer »Chiemgau-Card«. Schrittenlocher sieht darin, auch aus Gründen der Kostenumlegung, keine Alternative zur »Inzell Card Plus«. Änderungen hat es dem Tätigkeitsbericht zufolge auch bei der Pflege des Bergwald-Erlebnis Pfades in Adlgaß gegeben. Die Pflege obliegt nunmehr dem Gemeindebauhof.

Als großes Ziel sieht der Verein nach wie vor die Neugestaltung des alten Kurparks. Momentan klärt die Gemeinde, welche Finanzmittel aus der Städtebauförderung erwartet werden können. Die Organisation des kostenlosen Sektausschankes bei den Sommerkonzerten im Kurpark wird auch in diesem Jahr wieder Gebhard Baueregger übernehmen. Allerdings werden noch freiwillige Helfer zur Unterstützung gesucht.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Schrittenlocher in Bezug auf die Brandruine des Hotels Post. Zumindest der Vorplatz sollte schnellstmöglich ansehnlich gestaltet werden. Freudig konnte der Vorstand dann noch einmal einen Blick auf das 100-jährige Jubiläum des Vereins im vergangenen Jahr werfen. Einen besonderen Dank richtete er in diesem Zusammenhang an die große Zahl der Unterstützer und die Gestaltung der Festschrift durch Heimatpfleger Willi Preinfalk.

Helga Kamml, verantwortlich für die Kassenführung, informierte die Versammlung über die Ausgaben und Einnahmen des Vereins, dem derzeit 310 Mitglieder angehören. Die Ausgaben in Höhe von 9337 Euro, bedingt auch durch die Jubiläumsfeierlichkeiten, überstiegen die Einnahmen von 6486 Euro doch deutlich, sodass der Kassenstand auf 2721 Euro schrumpfte. Dennoch erteilte die Versammlung der Vorstandschaft und der Kassiererin, auf Vorschlag des Kassenprüfers Walter Böhm die Entlastung.

Ebenso einstimmig befürworteten die 35 anwesenden Mitglieder des Vereins die Umbenennung in »Verkehrs- und Heimatverein Inzell e.V.«, inklusive der dafür notwendigen Satzungsänderungen. Einstimmig wählte die Versammlung Herbert Öttl als Beauftragen für den neuen Bereich Heimatkunde in den erweiterten Ausschuss. Gebhard Baueregger wurde für weitere vier Jahre als Ausschussmitglied bestätigt. Eine weitere Periode stellten sich zudem die Kassenprüfer Burgi Bauregger und Walter Böhm zur Verfügung.

Bürgermeister Martin Hobmaier und ITG Geschäftsführer Gerhard Steinbacher sehen die positive Entwicklung der Übernachtungszahlen in den ersten Monaten des laufenden Jahres durchaus bestätigt. Um dies mittelfristig halten zu können, müssen sich aber die Gemeinde und die ITG, laut Hobmaier, auch weiterhin um attraktive Sportveranstaltungen und Großkonzerte für die Max Aicher Arena, wie etwa das »Hi Rock Festival« Anfang Juni, bemühen.

Hotel Post: Gemeinde prüft Möglichkeiten

Um eine Lösung für die Nutzung des abgebrannten Areals Hotel Post voranzutreiben, prüft die Gemeinde Möglichkeiten den Komplex selber zu erwerben. Zuerst muss hier allerdings der Zuschussantrag für Mittel aus der Städtebauförderung abgewartet werden. Erst wenn dieser positiv beschieden wird, kann ein Architekt mit der Planung und Projektierung beauftragt werden. Spätestens dann sollen auch wieder die Bürger in die Planungen mit einbezogen werden. Eine, aus der Versammlung geforderte, Kostenbeteiligung der ehemaligen Besitzer scheidet, laut Hobmaier, aus privatrechtlichen Gründen aus. wb