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Der ideale Standort ist gefunden

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Hier könnte die »Chiemgau-Welle« entstehen: SBC-Vorstand Engelbert Thaler (links) und Initiator Hannes Weininger am Mühlbach kurz vor seiner Mündung in die Traun. (Foto: Nico Walz)

Traunstein – Der SB Chiemgau Traunstein könnte bald rund 50 neue Mitglieder bekommen: Die Initiatoren der »Chiemgau-Welle« wollen sich dem Verein anschließen. Initiator des Projekts »Chiemgau-Welle« ist Hannes Weininger. Er möchte mit seinen Mitstreitern am Traunsteiner Mühlbach eine Surfgelegenheit schaffen – und zwar genau gegenüber dem Jakob-Schaumaier-Sportpark, kurz bevor der Mühlbach in die Traun fließt.


»Ich würde mich freuen, wenn es klappen würde. River-Surfen ist eine junge spritzige Sportart, die frischen Wind in unseren Verein bringen kann. Außerdem passen sie vom Namen her gut zu uns«, sagt der Vorsitzende des SB Chiemgau Traunstein, Prof. Engelbert Thaler.

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Kaum Eingriffe in die Natur

Wie das funktionieren soll, erklärt Benjamin Di Qual, der für die technischen Angelegenheiten zuständig ist. Er ist überzeugt, den richtigen Standort für das Surfvergnügen gefunden zu haben. Es gibt keine Anlieger und die Kraftwerke liegen oberhalb. Auch für die baulichen Maßnahmen sei dieser Standort ideal, Eingriffe in die Natur gebe es kaum. Varianten für den Bau gibt es mehrere, etwa 80 000 Euro Kosten sind im Gespräch. Finanziert werden soll das Projekt über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eigenleistungen. Laut Di Qual haben auch Investoren schon Interesse signalisiert.

Es gibt eine kleine und eine große Lösung. Bei der kleinen Variante spielt sich alles im Kanal ab, bei der großen Lösung könnte das umliegende Gelände mit einbezogen werden. »Wichtig ist der sogenannte Höhensprung, also eine Rampe, von der das Wasser schnell herunterläuft und dann auf das langsamere Wasser trifft. Dadurch entsteht eine Welle.« Gespräche mit den Fischern, Kraftwerksbetreiber und den Stadtwerken seien bereits geführt worden und positiv verlaufen. Als nächster Schritt stehe die hydraulische Untersuchung bevor, vermessen ist der Kanal bereits.

»Wichtig ist jetzt, dass wir keinen Einfluss auf die Kraftwerke haben«, betont Di Qual. Für Initiator Hannes Weininger – ein leidenschaftlicher Surfer – würde sich mit dem Bau der »Chiemgau-Welle« eine Art Lebenstraum erfüllen. Als die ersten Flusswellen wie zum Beispiel in Salzburg aufgekommen sind, hat er sich Gedanken darüber gemacht, wie so etwas in Traunstein umsetzbar wäre. Natürlich ist der Eisbach im Englischen Garten in München das Vorbild. »Ich habe in Spanien einen Surflehrer getroffen, der schon in München gesurft ist«, so Weininger. »Wir haben in Traunstein viel Wasser, aber Wassersport findet für Junge und junge Erwachsene nicht statt. Warum nicht in Traunstein eine solche Welle bauen?«

»Wir brauchen Geduld und Sitzfleisch«

Zu einem genauen Zeitplan kann Weininger noch nichts sagen. »Da brauchen wir schon Geduld und Sitzfleisch«, meint er. Für Engelbert Thaler ist die »Stehende Welle dahoam« nicht nur ein Gewinn für seinen Verein. Er sieht in der »Chiemgau-Welle« einen Mehrwert für die Stadt Traunstein und spricht sogar von einer überregionalen Attraktion als Alleinstellungsmerkmal zu anderen oberbayrischen Städten. »Die Faszination Surfen wird in Traunstein und im Chiemgau Wellen schlagen, und zwar wortwörtlich«, sagt Thaler.

Bei der Jahreshauptversammlung des SB Chiemgau am 10. November wird sich die Initiative »Chiemgau-Welle« mit ihrem ausgearbeiteten Konzept vorstellen. Im Frühjahr soll in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über den Aufnahmeantrag abgestimmt werden. SHu