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Der große Fußballtag als »seltenstes Störereignis«

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Traunstein. Das Champions-League-Endspiel am kommenden Samstag darf in Traunstein nach Genehmigung durch die Stadt auf Großbildschirmen und Leinwänden in Biergärten übertragen werden. Das legte der Stadtrat fest und gab damit der Verwaltung die nötige Handhabe, Sondergenehmigungen für das sogenannte Public Viewing zu erteilen. Ein Biergartenbetreiber hatte bereits einen Antrag auf Sondergenehmigung gestellt.


Verwaltungstechnisch hört sich die Begründung ziemlich nüchtern an. Demnach beschloss der Stadtrat unter anderem: »Das besondere öffentliche Interesse an der öffentlichen Übertragung des Champions-League-Endspieles wird festgestellt« und »das Endspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund wird immissionsschutzrechtlich als seltenstes Störereignis eingestuft«. Mit diesen Begründungen wird die Nutzung der Biergärten für öffentliche Übertragungen grundsätzlich bis 23 Uhr erlaubt. Eine Verlängerung der Betriebszeiten wird festgelegt, sofern es Verlängerung und ein eventuelles Elfmeterschießen gibt. Der Beginn der Sperrzeit wird dann auf 24 Uhr festgesetzt.

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Bei der letzten Fußballeuropameisterschaft gab es bundeseinheitlich geltende immissionsschutzrechtliche Sonderbestimmungen, die Übertragungen im Freien bis Mitternacht zugelassen haben. Solche gibt es für das Spiel am Samstag nicht, weshalb die Kommunen die Rahmenbedingungen festlegen müssen.

Damit nach Spielende nicht allzu laut gejubelt und gefeiert wird, heißt es in der Beschlussvorlage des Stadtrates abschließend: »Während der Fußballübertragung sind die zulässigen Lärmgrenzwerte eines seltensten Störereignisses einzuhalten«. Also: leise jubeln! -K.O.-