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Der große Bagger ist schneller als gedacht

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Die Abrissarbeiten an der Maximilianstraße gehen schneller vorwärts, als angenommen. Darum wird ab kommenden Mittwoch nur noch eine halbseitige Sperrung der Straße erforderlich sein. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Gute Nachrichten für die Maxstraßler: Die Vollsperrung vor ihren Türen wird nur noch bis kommenden Mittwoch andauern – und damit einige Tage kürzer, als angenommen. Das teilte die Stadt Traunstein gestern mit und sorgte damit für ein Aufatmen vor allem bei den Ladenbesitzern in der Einkaufsstraße. Der Abriss eines Wohn- und Geschäftshauses hatte die Sperrung nötig gemacht.


Die Neuigkeit sprach sich gestern schnell herum unter den Geschäftsleuten in der Maximilianstraße. »Wir freuen uns natürlich«, sagte Andreas Seidl von »media@home Seidl« – und das nicht ohne Grund: Die Kundenfrequenz in seinem Laden im oberen Teil der Straße hat seit Beginn der Vollsperrung vor gut eineinhalb Wochen um geschätzte 50 Prozent abgenommen – und »die Laufkundschaft ist gleich null«. »Hier geht einfach niemand mehr durch«, sagte er.

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Im unteren Teil der Maxstraße sieht es etwas besser aus, wie der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Traunstein, Thomas Miller, weiß: »Rund um die Baustelle waren immer auch Schaulustige da, die Straße war nie ganz tot.« Die Freude ist natürlich auch bei ihm groß, dass die Vollsperrung früher als gedacht vorüber ist, denn auch er hat im Gespräch mit den Ladenbesitzern mitbekommen, dass oft 40 bis 50 Prozent der Kundschaft ausbleibt. Sein Lob gilt darum vor allem den Bauarbeitern: »Wir wollen uns bedanken, dass sie so schnell gearbeitet haben.«

Die Traunsteiner Stadtverwaltung hatte schon Ende vergangener Woche vorsichtig angekündigt, dass sich die Sperrzeit eventuell verkürzen lasse. Gestern verschickte Pressesprecherin Carola Westermeier dann die definitive Mitteilung. »Wir freuen uns natürlich darüber«, sagte sie. Von Anfang an sei es das Ziel gewesen, so schnell wie möglich fertig zu werden. Schließlich war der Aufschrei groß gewesen, als die Geschäftsleute in der Maxstraße erst drei Wochen vor Abrissbeginn von der geplanten, dreiwöchigen Vollsperrung erfahren hatten.

Ein wenig Sorge hatten viele Maxstraßler aber gestern, dass sie sich zu früh freuen. Das betonte etwa auch Unternehmer Andreas Seidl. Denn die Straße wird ab kommenden Mittwoch immer noch halbseitig gesperrt sein – voraussichtlich bis Anfang Juli, wie es in der Mitteilung der Stadt heißt.

Die m-Generalbau aus Chieming will gut zehn Millionen Euro in ein neues Wohn- und Geschäftshaus an der Maxstraße investieren. Bevor sich der Neubau realisieren lässt, muss jetzt zunächst der Altbau weg. Ein großer Bagger ist nötig, um den Abbruch der obersten beiden Stockwerke des Reihenhauses, in dem zuletzt die Restaurantkette »Nordsee« untergebracht war, zu ermöglichen. Durch die Ausmaße der Baumaschine war eine Vollsperrung nach Aussagen des Bauherren unumgänglich. Die weiteren Abrissarbeiten kann ab kommenden Mittwoch nun aber auch ein kleinerer Bagger erledigen. san