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Der gebrannte Kalk wurde abtransportiert

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Schweißtreibende Arbeit: Mit Kellen, Schaufeln und Pickeln wurde der Kalk aus dem Ofen geschaufelt, in alte Holzgefäße gefüllt und dann auf die Fuhrwerke geladen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Nun ist die lange Phase des Kalkbrennens am Kalkofen bei Dieperting zu Ende. Mit dem Austragen des gebrannten Kalks aus dem Ofen ist die Kalkbrenner-Saison abgeschlossen. Mit »antiken« Wagen, von Pferden und alten Bulldogs gezogen, wurde der Großteil des fertigen Kalks abgeholt. Gleichzeitig löschten die Kalkbrenner selber einige Zentner Kalk, um ihn in einer eigens gebauten Kalkgrube auf dem Gelände zwischenzulagern.


Für die Mitglieder des Kalkbrenner-Gruppe war harte Arbeit angesagt. Mit Kellen, Schaufeln und Pickeln beförderten sie die Kalksteine aus dem Ofen heraus, befüllten so die bereitstehenden Holzgefäße und schleppten sie zu den Fuhrwerken. Die Kalkmengen, die abgeholt wurden, wogen die Kalkbrenner auf einer alten Dezimal-Waage. Der Preis dafür lag bei 15 Euro pro Zentner.

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In fünf Jahren ist es wieder soweit

Das Brennen des Kalks hatte in der Gegend um Otting herum eine lange Geschichte, die Anfang der 1960er Jahre aber aufgegeben wurde. 1979 haben dann traditionsbewusste Menschen die alte Tradition wieder aufleben lassen und nun schon zum achten Mal Kalk gebrannt. Fünf Tage lang, insgesamt gut 100 Stunden, war der Ofen in Betrieb. Und ganz offensichtlich müssen sich die Kalkbrenner um ihren Nachwuchs keine Sorgen machen. Ganz viele junge Leute, auch eine Reihe von Kindern, halfen dabei mit, sodass wohl in fünf Jahren, wenn es zum nächsten Mal ans Kalkbrennen geht, auch weiterhin genügend Helfer da sein sollten. Denn um dieses umfangreiche Projekt zu schultern, sind viele fleißige Hände notwendig: Um die 50 aktive Helfer waren diesmal mit von der Partie, um die konkrete Arbeit und das reichhaltige Rahmen- und Veranstaltungsprogramm zu schultern, wie Vorsitzender Franz Gröll zufrieden zusammenzählte. he