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Der Fleckenteppich ist verschwunden

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Wo früher ein Fleckenteppich mit brüchigem Asphalt das Ortsbild beherrschte, entstand durch die Sanierung ein einheitliches, sauberes Straßenbild. Auch die Parkplatzsituation vor einer örtlichen Bäckerei wurde im Rahmen der Sanierung verbessert. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Endgültig ihrer Bestimmung übergeben werden konnte dieser Tage ein 420 Meter langes, saniertes Teilstück der Bundesstraße 305 und weiterführend der Staatsstraße 2364 im Ortszentrum von Reit im Winkl. Damit endet eine über zwei Monate währende Bauphase, die nach Vollsperrung immer wieder zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen für den Durchgangsverkehr geführt hatte.


Auf rund 700 000 Euro hatte das Straßenbauamt die Arbeiten zwischen der Einfahrt »Am Hauchen« und der St.-Pankratius-Pfarrkirche taxiert. »Mit diesem Betrag sind wir auch ausgekommen«, sagt dazu Peter Maltan, Abteilungsleiter im Straßenbauamt, der die Maßnahme federführend begleitete. Die Gemeinde nutzte ihrerseits die Sanierung, um angrenzende Gemeindeflächen wie Gehwege neu herzurichten.

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»Dabei werden die kalkulierten 70 000 Euro nicht ausreichen«, erklärt Bürgermeister Josef Heigenhauser, »auch wenn noch keine Abrechnungen vorliegen, so dürfte der Betrag klar über 100 000 Euro liegen.« Diese Teuerung liege wesentlich daran, dass das Straßenprofil teils anders als geplant verlaufen war, dass Anschlüsse und Verbindungen anders als erhofft vorlagen und deshalb kurzfristig geändert werden mussten. Die Kostenmehrung soll nun aus Rücklagen finanziert werden. »Für unseren Tourismusort war es wichtig, dass am Ende das Gesamtbild passt«, so Heigenhauser. Für Peter Maltan war die Tatsache, dass auch die Gemeinde die weiterführenden Bereiche neu gestaltete, eines wesentliche Erleichterung: »Da kann man an eine solche Baustelle ganz anders herangehen«. Besonders lobend wollte der Abteilungsleiter die Tatsache herausstellen, dass die Anwohner, insbesondere die Gewerbetreibenden sehr verständnisvoll mit den Begleiterscheinungen der Sanierungsarbeiten umgegangen seien. »Wir haben nur ganz wenige mündliche Beschwerden erhalten, die Anwohner haben viel Verständnis bewiesen und waren sehr kooperativ.« Und dies, obwohl das kalkulierte Zeitfenster von acht Wochen nicht eingehalten werden konnte. Immer wieder mussten unerwartet Leitungen verlegt werden, auch hatten die Folgen des Starkregens die Arbeiten beeinträchtigt. Schließlich konnten die abschließenden Arbeiten der Gemeinde im Randbereich erst nach Beendigung der Straßensanierung erfolgen, was insgesamt zu einer Verzögerung von etwa zwei Wochen geführt hatte.

Dass sich die wochenlangen Beeinträchtigungen und der finanzielle Aufwand gelohnt hat, zeigt die Zufahrt zum Zentrum nach dem Ende der Arbeiten. Glich diese Bundesstraße vorher eher einem Fleckenteppich mit brüchigem Asphalt und vielen Ausbesserungen, zeigt sich jetzt ein einheitliches, sauberes Straßenbild. Auch kann jetzt das Oberflächenwasser geregelt und schnell abfließen. Neue Kanalanschlüsse verhindern eine großflächige und lange Pfützenbildung, die vorher jahrelang beklagt worden war.

Wesentlich verbessert werden konnte auch die Parkplatzsituation vor einer Bäckerei: Hier kann jetzt nur noch in Längsrichtung eingeparkt werden. Vorher hatten Schrägparker bisweilen auch den Bürgersteig in diesem Bereich fast vollständig zugeparkt, was Fußgänger, besonders auch ältere Menschen mit Gehhilfen oder Familien mit Kinderwagen ärgerte. ost