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Der Festsonntag war der Höhepunkt beim Jubiläum

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Stark vertreten war natürlich der Festverein, die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Grabenstätt/Chiemsee.

Grabenstätt – Das viertägige Schützenfest der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Grabenstätt/Chiemsee ließ keine Wünsche offen. Höhepunkt und krönender Abschluss war der gestrige Festsonntag mit Kirchenzug, Feldgottesdienst, Festzug und dem ersten Gauböllerschießen – und das, wie es sich zu so einem feierlichen Anlass gehört, bei strahlendem Sonnenschein und weißblauem Himmel. »Es war einfach bärig, alles hat gepasst. Wir sind super zufrieden, auch wenn es heute brutal heiß war«, resümierte Schützenmeister Alois Binder, während seine bestens gelaunten Schützen vor dem Bierzelt Spalier standen, um die 1500 Festzugsteilnehmer willkommen zu heißen.


Nach dem frühmorgendlichen Weckruf und dem Empfang der Vereine hatte sich der Kirchenzug gegen 9.30 Uhr am Festgelände mit rund 40 Schützenvereinen aus nah und fern, den Grabenstätter und Erlstätter Ortsvereinen sowie zahlreichen Ehrengästen in Bewegung gesetzt. Auf dem Hofbauern-Anger zelebrierte Pater Gabriel mit Diakon Heiner Vogl dann den feierlichen Gottesdienst. Dass Pater Gabriel immer für eine Überraschung gut ist, ist allseits bekannt, doch dass er einen Gottesdienst mit einem Gitarren-Solo eröffnen würde, damit hat wohl selbst der in alles eingeweihte ZSG-Festausschuss um Festleiter Siegfried Gärtner nicht gerechnet.

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»So soll es sein, so kann es bleiben, so hab' ich es mir gewünscht. Alles passt perfekt zusammen, weil endlich alles stimmt und mein Herz gefangen nimmt« – besser als mit diesem Liedtext hätte Pater Gabriel den Festtag nicht beschreiben können. Er habe lange überlegt, welches Werkzeug er für das Schützenfest verwenden sollte, eine Pistole, eine Kanone oder vielleicht Pfeil und Bogen, doch er sei schließlich zu dem Schluss gekommen, dass »meine Gitarre meine beste Kanone ist«.

»Wir alle können zu Werkzeugen des Friedens werden, in der Gemeinschaft, in den Vereinen, in der Arbeit und in der Familie, überall dort, wo unser Einsatz und unsere Hilfe gebraucht wird«, betonte Gabriel zum Abschluss seiner Predigt. Anschließend segnete er die neu restaurierte Vereinsfahne des Festvereins. Katharina Wiesholler hatte die Ehre, das von Schirmherr und Bürgermeister Georg Schützinger gewidmete Band an die Fahne zu heften. Anschließend machte dies Anna Muggenhamer mit einem Fahnenband, das die Ortsvereine für den Jubelverein anfertigen haben lassen. Es folgte der Fahnengruß der ZSG-Patenvereine SG Fortuna Siegsdorf und SG Mietenkam. Auch die Kanonen-Salutschüsse durften am großen ZSG-Festtag nicht fehlen.

Beeindruckend war auch der anschließende Festzug mit sechs Zügen, Pferdegespannen, Kutschen, historischen Kanonen und Blasmusik. Die weiteste Anreise aller Schützenvereine hatten jene aus Attenhofen und Moosach.

»Der Festverein hat sich in den letzten 150 Jahren große Verdienste um unsere Gemeinde erworben und ist eine wichtige Stütze des blühenden Vereinslebens in unserem Ort«, würdigte Bürgermeister Georg Schützinger die ZSG. Dieser liege nicht nur der Schützensport am Herzen, sondern auch die Geselligkeit, das Brauchtum und die Tradition.

Im Namen des Schützenbezirks Oberbayern gratulierte der ZSG der Dritte Bezirksschützenmeister Stefan Fersch. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Schützenverein so ein Alter erreiche, dafür habe es auch in schwierigen Zeiten viele engagierte Schützen gebraucht. Glückwünsche im Namen des Kreistags und von Landrat Siegfried Walch überbrachte der Stellvertretende Landrat Andreas Danzer. »30 000 Landkreisbürger engagieren sich ehrenamtlich in unseren Vereinen und leisten einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinsinn der Bürger«, lobte Danzer und wünschte dem Festverein »eine weiterhin positive Entwicklung, viel Nachwuchs und Erfolg im Sport«. Musikalisch begleitet wurde die Messe von der Musikkapelle Grabenstätt.

Unterhaltsamer Festabend am Samstag

Mit einer rund 80-köpfigen Abordnung vertreten war die Pfälzer Partnergemeinde Meckenheim beim gut besuchten Festabend. Als informativer und humorvoller Sprecher fungierte Lenz Berger. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Musikkapelle und der Männerchor Grabenstätt. Kostproben ihres großartigen Könnens gaben auch die Aktiven und die Goaßlschnalzer des Trachtenvereins »Chiemgauer« ab.

Schützenmeister Alois Binder ließ die Geschichte des Vereins Revue passieren. Auch zahlreiche Ehrungen standen an. Die Bezirksehrennadel in Rot erhielten Alois Binder, Siegfried Gärtner und Josef Heiß. Dieser wurde auch zum ZSG-Ehrenmitglied ernannt. Das Protektoratsabzeichen seiner Königlichen Hoheit Herzog Franz von Bayern überreichte Gauvorstand Klaus Daiber an Harry Offer, Renate Meier, Rosi Huber und Herbert Pawlitschek. mmü