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Der Fasching über viele Jahrzehnte

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Unvergessen: Schorsch Seehuber, der »Kramer Schorsch«, pflegte seine Patienten im Waginger Krankenhaus am Faschingsdienstag stets maskiert.

Waging am See – Der Fasching hat in Waging eine lange Tradition. Gruppen und Vereine in der Gemeinde haben im Laufe der vergangenen Jahrzehnte mit vielerlei Veranstaltungen Waging zu einer Faschingshochburg in der Region werden lassen. Dies soll nun in Streiflichtern in einer Foto-Ausstellung dargestellt werden, die von kommenden Freitag bis kommenden Sonntag immer von 13 bis 18 Uhr in der Tourist-Info zu sehen ist. Ein Auftritt der Waginger Faschingsmusi und ein Sketch des Ottinger Theatervereins runden die Foto-Schau ab.


Auftakt zu der Ausstellung ist eine kleine Begrüßung am kommenden Freitag um 13 Uhr. An allen drei Tagen jeweils gegen 17 Uhr spielen Gitti Seehuber und Alois Hackl vom Ottinger Theaterverein einen lustigen Einakter. Die Faschingsmusi hat für Sonntag etwa zwischen 16 und 17 Uhr ihr Kommen zugesagt.

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Die Initiative zu der Foto-Ausstellung kam von Lydia Wembacher, die Organisation liegt in den Händen der Ortsheimatpflegerin Claudia Schemmer. Wesentlich unterstützt wurde sie vom Faschingsverein »So Halunke«. Der Verein hat einen Großteil der Fotos und Dias, die über die Jahrzehnte gesammelt worden waren, digitalisiert und zeigt diese erstmals öffentlich. So sind bei der Ausstellung zwei Beamer aufgestellt, auf denen Präsentationen mit mehr als 1500 Fotos durchlaufen. Hauptteil der Ausstellung sind aber die ausgedruckten Bilder, die unter anderem folgende Faschings-Highlights etwa zwischen 1910 und heute in Erinnerung rufen: Auftritte von So Halunke, der Faschingsmusik und des Feichtner Fegerlvereins, Faschingsveranstaltungen aus Tettenhausen, zum Beispiel vom dortigen Skikranzerl, Faschingstreiben in Otting aus den 1930er Jahren oder Faschingshochzeiten in Waging und Otting.

Um ein breites Spektrum des Waginger Faschingsgeschehens abzudecken, haben neben So Halunke auch Privatpersonen und der Fegerlverein ihre Sammlungsbestände zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind die Besucher aufgerufen, selbst etwas zur Ausstellung mitzubringen, wenn sie Fotos, Orden oder Plakate zu Hause haben, die sie nicht mehr brauchen. Denn, wie Claudia Schemmer betont, die Ausstellung solle nur ein Anfang sein, diesen Bereich der Heimatgeschichte zu dokumentieren. he